Schattdorf
Weil das Geld fehlt: Zweites Urner Autofestival kann nicht stattfinden

Bei einer Sammelaktion auf www.lokalhelden.ch kam nur ein Bruchteil des benötigten Geldes zusammen.

Markus Zwyssig
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Das erste Urner Autofestival war ein Nullsummenspiel – deswegen wurde versucht, Geld mit Crowdfunding zu sammeln.

Das erste Urner Autofestival war ein Nullsummenspiel – deswegen wurde versucht, Geld mit Crowdfunding zu sammeln.

Bild: Florian Arnold

Die finanzielle Unterstützung für das zweite Urner Autofestival, das Anfang Juni in Schattdorf geplant war, fällt weit geringer aus als erwartet. 6208 Franken kamen bis zum Sonntagabend, dem letzten Sammeltag, auf der Crowdfunding-Seite www.lokalhelden.ch zusammen. Das sind nur 35 Prozent der notwendigen Summe. 17'500 Franken hätte man nämlich benötigt. Insgesamt hätte das Finanzierungsziel für das Autofestival bei 25'000 Franken gelegen.

Bei der Spendenaktion auf der Plattform lokalhelden.ch gibt es nur ein Erreichen oder ein Nicht-Erreichen des Ziels. Das heisst, dass das zweite Urner Autofestival daher nun definitiv nicht stattfindet wird. Den insgesamt 87 Personen, die bei der Spendenaktion mitgemacht haben, wird das Geld zurückbezahlt.

OK-Präsident David Bär bedauert die sich nun aufdrängende Absage. «Vielleicht war die zu erreichende Geldsumme zu hoch oder das Interesse der Urner einfach zu klein», sagt er. «Ziel war es, mit Spenden die hohen Fixkosten zu decken.» Dadurch wäre dann das am Event selber erwirtschaftete Geld vollumfänglich in die Kassen der beteiligten Vereine geflossen. Im Einzelnen sind dies der Handballclub KTV Altdorf, der Fussballverein ESC Erstfeld, der Volleyballverein Fortuna Bürglen und der Flüeler Jugendverein Zigani Fiora.

Crowdfunding hätte Fixkosten decken sollen

Das Urner Autofestival war bei der Premiere im vergangenen Jahr ein Erfolg – zumindest für die partyfeiernden Besucher. Für die organisierenden Vereine aber war es mehr oder weniger ein Nullsummenspiel. Das Ziel, die Löcher in den Kassen der Vereine etwas zu stopfen, wurde nicht erreicht. Daher setzte man diesmal auf Crowdfunding. Mit den erhofften 17'500 Franken wäre ein Grossteil der Fixkosten gedeckt gewesen. Das am Anlass selbst erwirtschaftete Geld wäre dann vollumfänglich den organisierenden Vereinen zugutegekommen.

Wichtige Kontakte geknüpft und Synergien aufgebaut

«Wir konnten bei der ersten Ausgabe und nun bei den diesjährigen Vorbereitungen für die nun abgesagte Zweitauflage Synergien aufbauen und Kontakte knüpfen», versucht David Bär, dem Ganzen doch etwas Positives abzugewinnen. «Das soll helfen, dass wir uns bei anderen Gelegenheiten wieder unter die Arme greifen und uns gegenseitig unterstützen können.»