SCHATTDORF: Der FC Schattdorf besiegt die Deutschen

Nach 52 Jahren konnten die Schweizer Fussballer Deutschland erstmals wieder schlagen. Der Erfolg wird allerdings in keiner Statistik erscheinen.

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Die Spieler des FC Schattdorf traten beim «Länderspiel» für einmal in den Schweizer Nationalfarben an. (Bild André Bomatter/Neue UZ)

Die Spieler des FC Schattdorf traten beim «Länderspiel» für einmal in den Schweizer Nationalfarben an. (Bild André Bomatter/Neue UZ)

Lange ist es her, dass die Schweizer Fussballnationalmannschaft das letzte Mal gegen Deutschland gewinnen konnte. Nun gelang nach 52 Jahren endlich wieder einmal ein fussballerischer Erfolg über die nördlichen Nachbarn.

Zumindest hätte ein neutraler Zuschauer anhand der Trikots der beiden Teams auf einen solch historischen Sieg schliessen können. Der FC Schattdorf trug für einmal das Rot der Schweizer Nati, und die Gäste liefen in den Retroshirts Deutschlands von 1954 auf.

300 Zuschauer sahen sich das «Länderspiel» an
Das «Länderspiel» fand im Rahmen des 75-Jahr-Jubiläums des FC Schattdorf statt. Gegner des FCS war der bayrische SC Inzell. Zum Freundschaftsspiel der nicht alltäglichen Art kam es auch dank des Inzeller Trainers Fritz Kress. Dieser trainierte Schattdorfs Fanionteam vor rund zehn Jahren und kehrte nun mit seiner aktuellen Mannschaft für ein Trainingsweekend in den Kanton Uri zurück. Das Freundschafts-«Länderspiel» auf dem Sportplatz Grüner Wald wurde von rund 300 Zuschauern verfolgt.

Natürlich fehlten vor dem Match – wie es sich für ein internationales Spiel gehört – die beiden Landeshymnen nicht. Nach dem freundschaftlichen Austausch von Geschenken starteten beide Teams engagiert in die Partie. Es sollte also kein reines Showspiel sein. Vor allem bei den Einheimischen war zu spüren, dass sie ihr Können unter Beweis stellen wollten.

Unzählige Chancen und einige Tore
Gleich zu Beginn konnte Schattdorf das Spieldiktat in die Hand nehmen. Die Urner waren athletischer und führten auch die technisch feinere Klinge als die Gäste aus Bayern. Als logische Konsequenz lag Schattdorf nach einer halben Stunde durch Tore von Simsek und Gamma mit 2:0 in Führung.

In den zweiten 45 Minuten schienen die Kräfte langsam zur Neige zu gehen. Schattdorf hatte das Spiel jederzeit im Griff und erspielte sich unzählige Chancen. Roman Gisler und zweimal Ramon Loretz erhöhten in regelmässigen Abständen auf 5:1. Das Schlussresultat von 6:1 markierte Neuzugang Gabriel. Auch wenn der Gegner sicherlich keinen 2.-Liga-Massstab darstellte, darf der neue Trainer Thomas Zberg mit der Leistung seines Teams zufrieden sein.

André Bomatter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.