SCHATTDORF: Fall «Mühle»: Staatsanwalt plädiert auf Mord

Im Fall «Mühle» wurde vergangene Woche Anklage erhoben. Der Täter ist schuldfähig. Der Prozess findest voraussichtlich im Frühherbst statt.

Florian Arnold
Drucken
Teilen
Der Prozess um das Tötungsdelikt im Restaurant Mühle beginnt voraussichtlich im Frühherbst. (Archivbild Sven Aregger)

Der Prozess um das Tötungsdelikt im Restaurant Mühle beginnt voraussichtlich im Frühherbst. (Archivbild Sven Aregger)

Am 24. März 2013 wurde der 51-jährige «Mühle»-Wirt in seinem Restaurant in Schattdorf niedergestochen. Vergangene Woche nun wurde in diesem Fall beim Landgericht Uri Anklage gegen einen 53-jährigen Urner IV-Bezüger eingereicht. Dieser hatte die Tat gestanden, kann sich aber an den Tathergang nicht mehr erinnern. In einem psychiatrischen Gutachten wird dem Mann vollständige Schuldfähigkeit attestiert.

Minimum: 10 Jahre

Der Urner Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi plädiert nun auf Mord. Allein die Art der Tat sei derart brutal gewesen, dass diese nach den Vorgaben des Strafgesetzbuchs als skrupellos qualifiziert werden könne. Falls das Gericht der Forderung des Staatsanwalts nachkommt, droht dem mutmasslichen Täter eine Freiheitsstrafe von mindestens 10 Jahren. Die genauen Strafanträge werden aber erst an der Verhandlung bekannt gegeben.

Ulmi nicht mehr selber dabei

Hansjörg Felber, Verteidiger des Angeklagten, äusserte sich nicht dazu, worauf er plädieren werde. Er kündigte an, im Vorfeld noch diverse Beweisergänzungsanträge zu stellen.

Der Prozess wird voraussichtlich nicht vor dem Frühherbst stattfinden, teilte das Landgericht Uri auf Anfrage der «Neuen Urner Zeitung» mit. Dann wird Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi nicht mehr im Amt sein. Der Prozess wird von seinem Nachfolger geführt werden müssen.