SCHATTDORF: Fresken erzählen Geschichten

Die Fresken in der Pfarrkirche stammen von Josef Anton Mesmer. Jetzt wird erklärt, was er mit seinen Bildern erzählen will.

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«Hochzeit zu Kanaan» von Josef Anton Mesmer in der Pfarrkirche Schattdorf. (Bild: PD)

«Hochzeit zu Kanaan» von Josef Anton Mesmer in der Pfarrkirche Schattdorf. (Bild: PD)

Bei der Innenrenovation der Pfarrkirche Schattdorf Im Jahre 2014 wurden die wertvollen Deckenfresken, die der Künstler Josef Anton Mesmer 1796 gemalt hat, gründlich gereinigt und von dunkler Firnis befreit. Zudem wurden schadhafte Stellen ausgebessert. Die Bilder erstrahlen seither wieder in ihrer ursprünglichen Farbenpracht.

19 Kirchen ausgeschmückt

Josef Anton Mesmer stammte aus Saulgau in Württemberg und machte seine «Lehre» bei seinem Vater, der vor allem in Süddeutschland als Kirchenmaler tätig war. Mesmer studierte von 1765 bis 1770 an der Kunstakademie Wien und machte Studienreisen nach Italien. Von 1783 bis 1821 arbeitete er vor allem in der Zentralschweiz, wo er mindestens 19 Kirchen mit seinen Fresken ausgeschmückt hat.

Was will Mesmer den Menschen mit seinen Bildern erzählen? Wer ist darauf abgebildet? Am Samstag, 20. Februar, und Sonntag, 21. Februar, jeweils um 19 Uhr kann man die barocken Kunstwerke bei einer speziellen Führung besser kennen lernen. Ursula Ruhstaller und Paul Gisler-Schürch haben sich mit diesen Fresken befasst und können viel Interessantes berichten.

Auf Leinwand projiziert

Damit man sich auf das jeweils erklärte Bild konzentrieren kann, wird dieses einzeln angeleuchtet, während der Rest der Kirche nur schwach ausgeleuchtet ist. So können besondere Bildteile besser gezeigt und erklärt werden. Das jeweils kommentierte Bild wird zusätzlich auf eine Leinwand projiziert, damit niemand durch das stetige Hinaufschauen Probleme mit dem Nacken bekommt. Die Erklärungen werden durch musikalische Zwischenspiele aufgelockert. Die Aussenbeleuchtung wird ausgeschaltet, damit sie keine störenden Lichtflecken an die Decke wirft. Der Pfarreirat als Organisator dieses Anlasses freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher. Die Führungen dauern etwa eine Stunde und sind gratis.

red