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SCHATTDORF: Pflegedienstleiterin Ursula Arn: «Leben ist Bewegung»

Am Tag der offenen Tür wurden zum 10-Jahr-Jubiläum des Rüttigartens auch die Terrasse im ersten Obergeschoss und der neue Trainingsraum gezeigt. Das Publikumsinteresse war sehr gross.
Paul Gwerder
Der 96-jährige Walter Stadler trainiert unter kundiger Anleitung im neuen Rüttigarten-Vitalraum. (Bild: Paul Gwerder (Schattdorf, 20. Mai 2017))

Der 96-jährige Walter Stadler trainiert unter kundiger Anleitung im neuen Rüttigarten-Vitalraum. (Bild: Paul Gwerder (Schattdorf, 20. Mai 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Vor zehn Jahren wurde der Rüttigarten für das Wohnen im Alter nach neusten Erkenntnissen der Pflege und Betreuung gebaut und ausgerüstet», sagte Geschäftsleiter Pius Fuchs zu den vielen Gästen und Behördenvertretern am Tag der offenen Tür vom vergangenen Samstag. Und weiter betonte er, dass nicht nur die Personen, die im Vordergrund stünden, wichtig seien, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hintergrund ebenso.

«Ich bin sehr froh über die Terrasse im ersten Stock, sie hatte sehr viel Gutes, aber in den letzten zehn Jahren auch viele Mängel erlitten», erklärte Fuchs. «Anstatt jedes Jahr viel Geld in die Renovation zu stecken, hat sich die Betriebskommission entschlossen, diesen Aufenthaltsort im Freien total zu sanieren, obwohl dies mit budgetierten Kosten von 200000 Franken nicht ganz billig ist», so Fuchs.

Bewegungsdrang kann ausgelebt werden

Die Besucher waren überrascht, wie schön dieser Platz im Freien gestaltet worden ist. Der weiche Fussboden, die Sitzgelegenheiten, das Geländer oder die vielen Blumen hinterliessen einen sehr positiven Eindruck. «Leben ist Bewegung, und ohne Bewegung findet kein Leben statt», sagte Pflegedienstleiterin Ursula Arn. «Die Bewohner haben einen Bewegungsdrang, und den können sie nun auf der neuen Terrasse ausleben. Sie wird schon rege genutzt. Dies verbessert die Lebensqualität dieser Menschen enorm stark, denn der Aufenthalt in der frischen Luft trägt zum Wohlbefinden bei», so Arn.

Bei der Einsegnung der neuen Räumlichkeiten sagte der Schattdorfer Pfarrer Germann Betschart: «Dies ist ein schöner Ort, wo die Menschen Geist und Seele bewegen können.»

Pius Fuchs sprach auch den neuen Vitalraum an. «Wir haben schon lange davon gesprochen, aber die Umsetzung immer wieder verschoben. Ein Legat hat uns nun den Entscheid erleichtert, den Bewohnern etwas Spezielles und Nachhaltiges zur Verfügung zu stellen. Unser Traum konnte dank des Legats und unserer Hausbank erfüllt werden.» An den fünf modernen Geräten können die älteren Menschen Ausdauer trainieren und verschiedene leichte Bewegungsübungen machen. Unter fachkundiger Betreuung besuchen schon jetzt 24 Bewohner regelmässig diesen Vitalraum. Am meisten Spass macht den Leuten das «Senso»-Gerät, an dem vor allem die Reaktionsfähigkeit und das Gleichgewicht geübt werden können. An einem Bildschirm leuchten verschiedene Punkte auf, welche mit dem Fuss auf einer mit einem Sensor ausgerüsteten Bodenplatte getroffen werden müssen.

Verletzungsrisiko kann stark reduziert werden

Für Fachleute ist es erwiesen, dass das Verletzungsrisiko, insbesondere Stürze, dank des Trainings an den Geräten im Vitalraum stark reduziert werden können und dass das neue Angebot auch zum gesundheitlichen Wohlbefinden der Leute beiträgt.

Der rüstige 96-jährige Walter Stadler, der seit zwei Jahren im Rüttigarten lebt, sagte zum Vitalraum: «Ich bin über 70 Jahre im Schattdorfer Turnverein aktiv gewesen, und darum bin ich froh, dass ich in der freien Zeit hier etwas trainieren kann, das ist eine super Sache für mich.»

Zudem unterhielt die Brass Band Musikgesellschaft Schattdorf die zahlreichen Besucher mit Musik.

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