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SCHATTDORF: Raststätte will mehr Erlebnis bieten

Beim Bau der neuen Gotthard-Raststätte Fahrtrichtung Süd läuft bisher alles nach Plan. Ende April oder Anfang Mai dieses Jahres soll der Neubau eröffnet werden.
Urs Hanhart
Besichtigung der Baustelle der neuen Gotthard-Raststätte Fahrtrichtung Süd mit Geschäftsleitungsmitglied Stephan Rohrer (links) und CEO Daniel Kaufmann. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 2. Februar 2018))

Besichtigung der Baustelle der neuen Gotthard-Raststätte Fahrtrichtung Süd mit Geschäftsleitungsmitglied Stephan Rohrer (links) und CEO Daniel Kaufmann. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 2. Februar 2018))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

«Das Interesse an der Neugestaltung unserer Raststätte Fahrtrichtung Süd ist in der Bevölkerung enorm gross. Das erkennen wir an den vielen Besuchern und den zahlreichen Aufrufen unserer Homepage», verriet Daniel Kaufmann, Geschäftsführer der Gotthard-Raststätte A2 Uri AG. Aus diesem Grund luden er und Stephan Rohrer, Leiter Retail/Marketing und Geschäftsleitungsmitglied, gestern Medienvertreter zu einem Baustellenrundgang ein, um über die Baufortschritte zu orientieren.

Kaufmann schickte voraus: «Alle Unternehmen arbeiten im Zweischichtbetrieb. Über Weihnachten und Neujahr kam es wegen des schlechten Wetters zu einer kleineren Verzögerung. Aber jetzt sind wir wieder gut im Zeitplan. Ich bin zuversichtlich, dass die Eröffnung wie geplant Ende April oder Anfang Mai erfolgen wird.»

Neubau habe sich aufgedrängt

Es werden 13 Millionen Franken in dieses Neubauprojekt gesteckt. Eine Sanierung des 30-jährigen Altbaus wäre zwar technisch möglich gewesen, aber ebenfalls sehr teuer geworden. Zudem betonte der CEO: «Mit einem Umbau hätten wir für die Gäste keinen echten Mehrwert schaffen können. Wir wollen einen Erlebnischarakter hineinbringen und haben das Nutzungskonzept stark geändert. Deshalb hat sich ein Neubau aufgedrängt.» Im Raststätten-Business müsse man neue Wege gehen. Die Kunden wünschten einen gewissen Komfort und Wohlfühlcharakter, was nur mit Grosszügigkeit und entsprechenden Raumhöhen zu erreichen sei.

Die Arbeiten auf der Grossbaustelle laufen auf Hochtouren. Dutzende Bauarbeiter und Handwerker sind innerhalb und auch ausserhalb des Rohbaus eifrig am Werken. Die Baufortschritte können via Webcam direkt verfolgt werden. Zum Architekturkonzept sagte Rohrer: «Die Innenräume werden mit der umgebenden Natur verbunden. Die Fassade ermöglicht einen fliessenden Übergang zwischen innen und aussen, wodurch die beeindruckende Landschaft in allen Räumen sicht- und spürbar wird.» Die Raststätte sei besser in die Umgebung eingebunden. Den Be­suchern solle das Erlebnis ver­mittelt werden, sich in einer atemberaubenden Kulisse von imposanten Bergen zu befinden.

Grosszügige Toilettenanlage geplant

Der neue Selbstbedienungsbereich ist für grosse Gästeströme und einen schnellen Kundenfluss konzipiert. Ein direkter Anschluss von der Selbstbedienung an den Gastraum mit integrierter bedienter Kaffeebar ergänzt das Angebot. Die Terrasse ist direkt an die Gastrozone angebunden. Zudem beinhaltet das Projekt ­einen grosszügigen Laden mit einer Fläche von 200 Quadratmetern. Abgerundet wird das Ganze mit einer Parkanlage, die auch einen Spielplatz beinhaltet. Neue Wege geht man bei der WC-Anlage. Diese befindet sich nicht mehr im Unter-, sondern im Obergeschoss. Dazu sagte Rohrer: «Mit rund 1,5 Millionen Besuchern auf der Raststätte ist die Toilettenanlage von zentraler Bedeutung und stellt eine Visitenkarte dar. Entsprechend legen wir viel Wert auf einen grosszügigen Ausbau und einen hohen Komfort.»

Besucher sollen Urnerland entdecken

Mit dem Neubauprojekt ist auch ein Inszenierungskonzept zu den Themen Wilhelm Tell und Naturidylle verbunden. «Dieses bildet einen Kontrapunkt zum modernen Design der reinen Architektur», erklärte Kaufmann und weiter: «Die Inszenierung soll den gesamten Besuch der Gäste begleiten und immer wieder auftauchen, ohne störend zu wirken. Wir wollen mit diesem neuen Ansatz kein Spektakel in Form eines Disneylands bieten, sondern eine anregende Stimmung schaffen, welche die Besucher mit frischer Energie auflädt und für die Weiterreise bereit macht.»

Auch die Urner Tourismusorganisationen erhalten in der neuen Raststätte eine Plattform. Auf dem Weg zur Toilette – im Bereich einer vorgelagerten Galerie – wird die Aufmerksamkeit der Gäste auf eine Kugelbahn gelenkt. «Fasziniert von der Bewegung der diversen Kugeln setzen sich die Besucher mit deren Weg auseinander und sollen dadurch auf spielerische Art das Urnerland entdecken», sagte Stephan Rohrer dazu.

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