Schattdorf: Scherbe aus Zeit vor Christus gefunden

In Schattdorf haben Archäologen Keramikscherben und Münzen aus der Römerzeit gefunden. Das Gebiet könnte aber auch schon früher besiedelt gewesen sein. Eine gefundene Scherbe stammt aus der Bronze- oder Eisenzeit.

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Drei Münzfunde aus Schattdorf. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

Drei Münzfunde aus Schattdorf. (Bild: Kantonsarchäologie Zug)

Schattdorf war schon in römischer Zeit besiedelt. Dies bestätigen die neusten archäologischen Untersuchungen, welche im Herbst im Auftrag des Kantons Uri auf einer Baustelle in Schattdorf durchgeführt wurden. Wie die Staatskanzlei mitteilt, fanden die Forscher in über drei Metern Tiefe römerzeitliche Keramikscherben sowie einen Sesterz, der unter Kaiser Commodus (183-191) geprägt worden war.

In der Erdschicht über dem Bachgeschiebe konnten die Fachleute neben neuzeitlicher Geschirr- und Ofenkeramik und Metallgegenständen zudem einen Pfennig des 13. Jahrhunderts, der wahrscheinlich im Elsass geprägt wurde, sowie eine nur 1,3 Zentimeter grosse Münze der Zeit um 1500 aus Mailand entdecken.

Bereits vor rund 25 Jahren wurden im Gebiet des 1667 errichteten Unteren Hof archäologische Sondierungen durchgeführt, die römerzeitliche Keramikscherben und den Nachweis eines mittelalterlichen Walles erbrachten.

Fund aus Bronze- oder Eisenzeit

Die neusten Funde scheinen die Besiedlung von Schattdorf in römischer Zeit zu bestätigen. Eine Besiedlung im Raum Schattdorf könnte aber noch weiter zurückreichen. Aus einer sandig-kiesigen Schwemmschicht im Bereich eines Kanalisationsgrabens konnte neben römischzeitlichen auch eine prähistorische Keramikscherbe aus der Bronze- (2200 v. Chr. bis 800 v. Chr.) oder Eisenzeit (800 v. Chr. bis Ende 1. Jahrhundert v. Chr.) geborgen werden.

pd/bep