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Schattdorf überlegt sich, das Militärspital zu kaufen

Neben dem Budget wird an der Offenen Dorfgemeinde über die Verkaufsabsichten der Armasuisse informiert.
Markus Zwyssig
Unter der Pumptrack-Anlage in Schattdorf befindet sich das unterirdische Militärspital. (Bild: Paul Gwerder)

Unter der Pumptrack-Anlage in Schattdorf befindet sich das unterirdische Militärspital. (Bild: Paul Gwerder)

Das Bundesamt für Rüstung, Armasuisse, will mittelfristig das Militärspital in der Grundmatte Schattdorf verkaufen. Die Anlage soll zivil genutzt werden. Das Vorkaufsrecht liegt bei der Gemeinde Schattdorf. An der Gemeindeversammlung vom 25. November wird dies deshalb zum Thema gemacht.

Zwischen der Gemeinde Schattdorf und der Armasuisse besteht bereits eine Nutzervereinbarung über die überirdische Anlage mit dem Pumptrack. Nun soll also die unterirdische Anlage veräussert werden. Im Rahmen seiner Überlegungen zur Entwicklung der zukünftigen Standortstrategie für die Grundmatte mit ihren Sport- und Freizeitanlagen, erachtet Schattdorf den Gesamtkomplex sowohl ober- als auch unterirdisch «als sehr interessant und in seiner Art einmalig im Kanton Uri.» Der Gemeinderat will die offene Dorfgemeinde als Plattform nutzen, um eine «Task Force» zusammenzustellen, welche die Bevölkerung in den Prozess zur Nutzung des Potenzials des gesamten Areals miteinbezieht.

Entscheidung soll bis Ende 2020 vorliegen

Schattdorfer Vereine, aber auch Privatpersonen sind dazu aufgerufen, in der Arbeitsgruppe mitzumachen. Darüber hinaus beabsichtigt der Gemeinderat die Aktivierung des Kantons in Bezug auf NRP-Gelder und fasst auch die Einbindung der Nachbargemeinden ins Auge. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die verschiedenen möglichen Nutzungsszenarien zu diskutieren. Spätestens Ende 2020 soll der Armasuisse entschieden werden, ob eine öffentliche beziehungsweise zivile Nutzung des Militärspitalareals unter Schattdorfer Federführung machbar und gewollt ist.

Für 2020 muss die Gemeinde Schattdorf ein Budget vorlegen, das bei einem Aufwand von 18.309 Millionen Franken mit einem Defizit von 763800 Franken abschliesst (siehe unsere Zeitung vom 25. Oktober). Der Gemeinderat beantragt im Zusammenhang mit dem Budget 2020 an der offenen Dorfgemeinde eine Erhöhung des Steuerfusses von 91 auf 96 Prozent. Der Kapitalsteuersatz soll bei 0,01 Promille bleiben. Im Budget der Wasserversorgung ist bei einem Aufwand von 809100 Franken und einem Ertrag von 607400 Franken ebenfalls ein Defizit vorgesehen, der Aufwandüberschuss liegt bei 199700 Franken.

Beraten werden an der Versammlung die Verordnungen über die Wasserversorgung der Gemeinde Schattdorf sowie über die Tarife. Dabei geht es um Anpassungen an das geänderte Bundesrecht sowie an das kantonale Recht. Zudem entscheiden die Schattdorfer an der offenen Dorfgemeinde über die Einbürgerungen von zwei Einzelpersonen aus Serbien respektive Bosnien-Herzegowina sowie einer Familie aus Serbien.

Neuer Nutzungsplan soll erstellt werden

Der Gemeinderat, Kanton und Raumplaner haben zusammen mit Betrieben und Gewerbe ein Raumkonzept für die Entwicklung des Arbeitsplatzgebiets Schattdorf entwickelt. Ausgelöst wurde dies durch die Vorgaben aus dem kantonalen Richtplan und getrieben durch die Entwicklungen und die Dynamik rund um die West-Ost-Verbindung und dem zukünftigen A2-Südanschluss. Erstes Ziel des Raumkonzepts ist eine Teilrevision der Nutzungsplanung. Dabei geht es um eine Neueinzonung im Gebiet Ried, eine Umzonung im Gebiet Rossgiessen und um den Bau einer rückwärtigen Erschliessung im Ried über einen zentralen Knoten Rossgiessen. Das Raumkonzept hat die Vorprüfung bestanden. Im September erfolgte eine erste Mitwirkungs- und Informationsveranstaltung über das Raumkonzept seitens der Gemeinde Schattdorf via Gewerbeverein an die ansässigen Betriebe und das ansässige Gewerbe.

Ergebnis dieses ersten «Reality-Checks» war ein klarer Auftrag des Gewerbes an die Gemeinde und an den Kanton, die Teilrevision der Nutzungsplanung zunächst auf die Lösung des Kernproblems der Bereinigung des Verkehrskonzeptes zu konzentrieren. Dieser klare Auftrag fokussiert nun die konkrete Planung der rückwärtigen Erschliessung der Betriebe im Ried, die Planung des Knotens Rossgiessen und die Ermöglichung der Neueinzonung im Ried. Zunächst ist noch keine Umzonung im Gebiet Rossgiessen vorgesehen. Die Gemeinde, der Kanton und die Grundeigentümer arbeiten nun an diesen drei Themen, mit dem Ziel, 2020 sowohl die Teilrevision der Nutzungsplanung im Ried als auch das Verkehrskonzept im Arbeitsplatzgebiet Schattdorf dem Volk vorzulegen.

Informiert wird an der kommenden offenen Dorfgemeinde über den Planungsstand beim Projekt Gemeinschaftspraxis an der Dorfstrasse 6. Orientiert wird über den Verkauf der Liegenschaften auf der Grundmatte und an der Dorfstrasse 16. Informiert wird schliesslich über Taxen und Investitionen beim Alters- und Pflegeheim Rüttigarten.

Die Offene Dorfgemeinde findet am 25. November um 19.30 Uhr in der Aula im Gräwimattschulhaus statt.

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