Schattdorfer Künstler stellt in Paris aus

Reto Scheiber zeigt zusammen mit dem Basler Künstler Patrik Alvarez in der französischen Hauptstadt in der aktuellen Ausstellung neue Arbeiten.

Markus Zwyssig
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Shifted Identity ist eines der Werke von Reto Scheiber.

Shifted Identity ist eines der Werke von Reto Scheiber.

Bild: PD

(pd/MZ) «Zeitgeist» lautet der Titel der aktuellen Ausstellung von Reto Scheiber und Patrik Alvarez, welche im Le Pavé d’Orsay (Paris) am Donnerstag, 27. Februar, eröffnet wird. Die Arbeiten von Scheiber und Alvarez befassen sich beide mit dem Thema Zeit und stehen im Galerieraum in einem Dialog. Die Exponate basieren auf den Medien Malerei und Skulptur, wie es in Mitteilung heisst.

Zeit ist die Dimension, in der Scheiber‘s Arbeit wahrgenommen werden muss. Seine Gemälde und Skulpturen können gemäss der Mitteilung durch die Wiederholung eines Motivs gelesen werden. «Der Betrachter wird an Ornamente, Geometrie oder farbige Module erinnert, die alle in der konzeptuellen und konkreten Kunst verwurzelt sind.» Gleichzeitig befinde er sich in einer metaphysischen Dimension, welche die Manifestation des Unendlichen als Spiegelbild des Wesens Gottes hervorrufe. Dieser Akt, sich der Realität Gottes bewusst zu werden oder etwas über seine «Realität» zu enthüllen, ist in Scheiber‘s Augen die spirituelle Dimension seiner künstlerischen Praxis.

Alvarez' Collagen-Arbeit repräsentiert die Zeit als historische Dimension, die eine bestimmte Tradition der Malerei umfasst. Das Lesen eines Gemäldes ist die Übereinstimmung einer persönlichen (des Künstlers) und einer Gruppenerfahrung (des Betrachters) in einem kollektiven, kulturellen Kontext. Die Definition eines ästhetischen Kanons, die Idee der Repräsentation von ihrer Kontextualisierung bis zum Konflikt, ist die geistige Dimension des Bewusstseins, die Alvarez' Arbeit durch eine (Neu-) Lesung hinterfragt. Indem Alvarez eine Grundidee durchgehend abstrahiere und die ursprüngliche Komposition durch ein anderes zeitgenössisches Kunstwerk ersetze, versuche er, ein Verständnis unserer Zeit zu verorten, heisst es in der Mitteilung weiter.

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