Schiessen: Urnerin Sandra Arnold mischt an der Weltspitze mit

Am Weltcup der Junioren in Suhl (GER) war Sandra Arnold aus Schattdorf die beste Schweizerin sowohl mit dem Luft- wie auch dem Kleinkalibergewehr.

Paul Gwerder
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Sandra Arnold war am Junior World Cup im deutschen Suhl die beste Schweizerin, sowohl mit dem Luftgewehr wie auch mit dem Kleinkalibergewehr. (Bild: PD)

Sandra Arnold war am Junior World Cup im deutschen Suhl die beste Schweizerin, sowohl mit dem Luftgewehr wie auch mit dem Kleinkalibergewehr. (Bild: PD)

Die Urnerin Sandra Arnold durfte vom 12. bis 20. Juli aufgrund ihrer hervorragenden Qualifikations-Resultate am ISSF Junior World Cup in Suhl (Deutschland) teilnehmen. Als Jüngste des Teams der insgesamt sechs Schweizerinnen zeigte sie sich von ihrer besten Seite. Sowohl mit dem Luftgewehr, wie auch im olympischen Dreistellungs-Wettkampf mit dem Kleinkalibergewehr (50-Meter) war sie jeweils die beste Schweizerin und mit ihren persönlichen Bestleistungen klassierte sie sich in der erweiterten Weltspitze. Anwesend waren über 100 Athleten aus der ganzen Welt, darunter etwa aus China, Indien und den USA.

Die Jüngste war die beste Schweizerin

Für den Finaleinzug im Luftgewehr-Wettkampf über die 10-Meter-Distanz wären 627,5 Punkte nötig gewesen. «Für die sechs Schweizerinnen war diese Hürde zu hoch, obwohl sie sich mit ihren Resultaten wohl für jeden Elite-Weltcup-Final qualifiziert hätten, denn es war ein unglaublich hohes Niveau für einen Wettkampf auf Junioren-Stufe», erklärte Nachwuchstrainer Enrico Friedemann nach dem Wettkampf.

Sandra Arnold führte als jüngste schliesslich das eidgenössische Sextetts an. Die erst 15-jährige Urnerin erzielte sehr gute 624,2 Punkte (neue persönliche Bestleistung) und durfte sich über den 23. Rang freuen. Die nächste Schweizerin folgte auf Rang 48. Dort reihte sich mit 620,0 Punkten Lisa Suremann (Mönchaltorf ZH) ein. Gewonnen hat den Wettkampf die Inderin Mehuli Ghosh.

In der Mannschaftswertung klassierte sich das Team Schweiz 1 mit Sandra Arnold, Lisa Suremann und Sarina Hitz mit 1858.5 Punkten auf dem 15. Rang bei 30 startenden Teams. Den Sieg in der Teamwertung holte sich Indien mit 1883.3 Punkten, was gleichbedeutend mit einem neuen Junioren-Weltrekord ist.

Schweizerinnen verpassten die Finalqualifikation im Dreistellungsmatch

Ohne Finalqualifikation blieben derweil die Schweizer Gewehrschützinnen im Dreistellungsmatch 50 Meter. In einem Wettkampf auf höchstem Niveau wären dafür 1171 Punkte und 63 Innenzehner nötig gewesen. Am nächsten kam dieser Marke wieder Sandra Arnold. Wieder was die jüngste des Schweizer Teams die Beste. Mit 1163 Punkten erzielte sie eine neue persönliche Bestleistung und klassierte sich auf dem 22. Rang.

Hervorzuheben sind insbesondere ihre 387 Punkte stehend. Dank dieser Leistung überholte sie einige ihrer Konkurrentinnen und machte den Boden wett, den sie in der Kniend-Stellung (382) verloren hatte. Sarina Hitz (Mauren TG) büsste nur einen einzigen Zähler und einen Rang auf ihre Teamkollegin ein. Bei ihr war es genau umgekehrt: Kniend zählte sie zu den Besten, stehend liess sie den einen oder anderen Punkt zu viel liegen. Dasselbe gilt für Valentina Caluori (Rhäzüns GR): Sie war lange beste Schweizerin im Klassement, verlor aber stehend (376) den einen oder anderen Rang. Am Ende blieb ihr mit 1156 Punkten der 34. Platz. Gewonnen hat den Wettkampf die Chinesin Yutian Fu vor Anna Janssen (GER) und Jeanette Hegg Duestad (NOR).