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Schiffsgesellen des Landes Uri auf Abwegen

Zum Jubiläum fuhr die Bruderschaft der Schiffsgesellen auf den Fronalpstock.

(ku/bar) Zum 5-Jahr-Jubiläums- und Bruderschaftstag fuhren die Schiffsgesellen des Landes Uri am Samstag nicht zum St. Nikolaus-«Chappäli» an der Treib. Auf Einladung der organisierenden Schwyzer Schiffsgesellen ging es diesmal auf den Stoos und den Fronalpstock sowie danach zur GV nach Muotathal. Die Urner Seeleute fuhren mit einem Kleinbus zum Schlattli und erlebten dort am Vormittag mit Paul Müller eine eindrückliche Präsentation der neuen und imposanten Stoos-Bahn. Auf dem Fronalpstock gedachte man beim Apéro und beim Mittagessen des Schutzheiligen der Schiffsgesellen. Rund die Hälfte der 61 Schiffsgesellen war anwesend.

«Für Seefahrten vorbei am ‹Chappäli› an der Treib wird es ja hoffentlich im Sommer noch genug Möglichkeiten geben», sagte der Urner Schiffsgeselle Ruedi Herger. Aufgabe der Bruderschaft ist es, das «Chappäli» instand zu halten. St. Nikolaus aus Myra, dem das «Chappäli» geweiht ist, gilt bekanntlich als Patron der Schiffsleute.

Sichtbar, aber nicht begehbar

Lange Zeit war das «Chappäli» im Gebüsch verschwunden, bis man es vor fünf Jahren vom wuchernden Grün befreite und restaurierte. Seither ist es vom See her wieder sichtbar, aber für Touristen nicht begehbar. Um das Kleinod weiterhin zu unterhalten, wurde die Bruderschaft der Schiffsgesellen des Landes Uri, wie sie im 15. Jahrhundert genannt wurde, wiederbelebt. Franzsepp Arnold aus Flüelen war der erste Bruderschaftsvogt und ist es heute noch. Er stellt auch jeweils seine Nauen zur Verfügung, wenn es zu einem Besuch des St. Nikolaus-«Chappäli» geht. Mehrheitlich dient die Bruderschaft aber dem fröhlichen Beisammensein unter Schiffsleuten und Freunden des Vierwaldstättersees.

Dass der heilige Nikolaus Schutzpatron der Schiffsleute wurde, verdankt er den Wundern, die er auf dem Meer bewirkt haben soll. Er zählt auch zu den 14 Nothelfern. Da viele Jahre der See die einzige Verbindung für Waren in den Kanton Uri war, gab es manche schwierige Situation auf dem See zu meistern. Dabei half stets Nikolaus als Schutzheiliger der Seeleute.

Mitgliederbeitrag für den «Chappäli» Unterhalt

An der GV im Jagdschützenhaus Selgis in Muotathal erwähnten Bruderschaftsvogt Franzsepp Arnold und Säckelmeister Ruedi Herger nochmals die Ziele der Bruderschaft. Der kleine Vorstand mit Franzsepp Arnold und Ruedi Herger und einem Schreiber bleibt weiterhin am Ruder. Ruedi Herger musste lediglich einen kleinen Verlust in der Kasse bekanntgeben. Der Mitgliederbeitrag dient dem Unterhalt des «Chappäli». Ihre Ausflüge finanzieren die Urner Schiffsgesellen jeweils aus dem eigenen Geldbeutel.

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