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SCHNEESPORT: Freeriden in Andermatt – aber sicher

Zum ersten Mal bietet die neu gegründete Freeride Academy Andermatt in diesem Winter Kurse zum Variantenfahren an. Dabei wartet sie mit einem schweizweit einzigartigen Angebot auf.
Raphael Zemp
Um wie Luc Danioth (Bild) sicher Tiefschnee zu fahren, braucht es spezifisches Fachwissen. (Bild: Valentin Luthiger (Andermatt, Gemsstock, 2017))

Um wie Luc Danioth (Bild) sicher Tiefschnee zu fahren, braucht es spezifisches Fachwissen. (Bild: Valentin Luthiger (Andermatt, Gemsstock, 2017))

Raphael Zemp

raphael.zemp@luzernerzeitung.ch

«Wussten Sie, dass ein in Alufolie eingewickeltes Sandwich die Ortung mit dem Lawinensuchgerät leicht stören kann?», fragt Thomas Imholz. Auf solche Details kommt es an, wenn man abseits der Pisten sicher unterwegs sein will. Und genau solches Wissen wollen Imholz und seine fünf Kollegen fördern. Sie haben darum die erste Freeride Academy in Andermatt gegründet.

«Mit unserem Angebot wollen wir all jene ansprechen, die bereits neben der Piste fahren – oder dies lernen möchten.» Die über zwanzig Kurse dürften Neuschneenovizen ebenso zufriedenstellen wie alte Pulverschneehasen. Im Fokus steht dabei aber ein junges Publikum, für bis 18-Jährige gilt ein Spezialtarif. «Selbstverständlich heissen wir auch ältere Interessenten willkommen», so Imholz. Wenn die Kurse auf Skifahrer ausgerichtet sind, könnten auch Snowboarder profitieren.

Zuerst Lawinenkurse, dann Pulverspass im Gelände

Zum Saisonbeginn stehen Lawinen- und Sicherheitskurse im Vordergrund. Dieses Wissen ist wichtig, denn bereits jetzt herrscht in der Zentralschweiz mässige Lawinengefahr. Spätestens ab Januar geht es dann ins Gelände. «Wir haben mehrere Bergführer im Team, die sich bestens mit den hiesigen Bergen und Gegebenheiten auskennen», sagt Patrick Zgraggen, ein weiteres Gründungsmitglied der Freeride Academy. Darunter ist auch der Gründer der Bergschule Andermatt Guides, Daniel Loutrel. Eine Neuheit der Freeride Academy ist ein Kurs im Backcountry Freestyle. «Dabei geht es um Sprünge und Tricks, ausgeführt im Tiefschnee, nur mit Hilfe des Geländes – ohne eigens dafür geschaufelte Schanzen», erklärt Zgraggen. Begleitet wird dieser Kurs von einem zertifizierten Bergführer. Dieses Angebot gebe es sonst nirgends in der Schweiz.

Auf die Idee der Academy kamen die sechs Gründer durch die Freeride Days vergangenes Jahr. Durch die erstmalig durchgeführte Veranstaltung sollte das Free­riden bekannter werden. An einem einzigen Wochenende absolvierten damals 130 Teilnehmer einen Schnupperkurs zum Fahren abseits der Piste, und 550 Interessenten testeten gratis Freeride-Ski. «Das hat unsere Erwartungen übertroffen und gezeigt, dass es eine grosse Nachfrage gibt», sagt Imholz. Die Gründung der Akademie sei zwar ein Wagnis, führt Imholz aus, «eines aber, das wir ziemlich unbekümmert eingegangen sind, auch weil keine hohen Fixkosten anfallen und wir alle nebenbei noch arbeiten». Auch wenn die Freeride Academy noch grosses Potenzial beim Variantenfahren sieht: Andermatt ist unter Freeridern schon länger kein Geheimtipp mehr. Davon zeugen auch Beiträge auf einschlägigen ausländischen Portalen, die das Urserntal zum Freeride-Paradies erklärt haben. Vor allem unter Schweden und Norwegern ist der Gemsstock schon seit der Jahrtausendwende für seine abwechslungsreichen Variantenabfahrten bekannt – wie auch der Titlis. Lockt die Freeride Academy nicht unnötig viele Tiefschneefans nach Andermatt, und werden so nicht die hiesigen Fans benachteiligt? «Nein», findet Imholz, «der Boom kommt so oder so, mit oder ohne Freeride Academy.» Umso wichtiger sei das Vermitteln der elementaren Regeln (siehe Box). «Durch Wissen kann man verhindern, dass man sich selber oder gar Unbeteiligte gefährdet.»

Hinweis

Ein detailliertes Kursprogramm sowie Preisangaben finden Sie auf www.andermatt-freeride.ch

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