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SCHNEESPORTZENTRUM: Uri hält raschen Bau für unrealistisch

Die Regierung des Kantons Uri rechnet nicht mit dem raschen Bau eines nationalen Schneesportzentrums. Die Realisierung in naher Zukunft ist wegen finanzieller Engpässe beim Bund unrealistisch.
So könnte das neue Schneesportzentrum in Andermatt aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So könnte das neue Schneesportzentrum in Andermatt aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Dies erklärte der Urner Regierungsrat in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort auf die Vernehmlassung zur Gesamtschau der Sportförderung des Bundes. Weil nicht alle geplanten Immobilienvorhaben realisiert werden könnten, müssten Prioritäten gesetzt werden. Von 2018 bis 2029 sollen deshalb gegen 280 Millionen Franken in die Sport-Standorte Magglingen BE und Tenero TI investiert werden.

Die Urner Regierung kritisiert in der Vernehmlassung das finanziell aufwändige Bewerbungsverfahren für das geplante Schneesportzentrum. Sie bezweifelt, ob dieses überhaupt lanciert worden wäre, wenn zu Beginn alle Fakten bekannt gewesen wären, wie sie jetzt mit der Gesamtschau der Sportförderung vorlägen.

Der Regierungsrat regt an, als Alternative zur Schaffung eines Schneesportzentrums zu prüfen, wie Schneesportlager für Schulen gefördert werden könnten. Der Bund solle sich an den Bestrebungen des Vereins "Schneesportinitiative Schweiz" beteiligen.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem ein nationales Schneesportzentrum geschaffen werden, sei die Standortfrage aufgrund der dann geltenden Rahmenbedingungen neu zu beurteilen, schreibt die Urner Regierung weiter. Uri hat sich zusammen mit den Gemeinden Andermatt, Hospental, Realp und Tujetsch GR auf eine Ausschreibung des Bundesamts für Sport von 2013 als Standort für ein Schneesportzentrum beworben.

An der Kandidatur von Andermatt hält der Regierungsrat fest. Andermatt liege zentral und sei schneesicher, heisst es in der Mitteilung. Ein Zentrum lasse sich in den bestehenden Bundesbauten innert kurzer Zeit realisieren.

Kritik auch aus Obwalden

Der Bundesrat plant zur Sportförderung den Bau eines nationalen Schneesportzentrums für 60 bis 85 Millionen Franken. Als Standort empfiehlt er den Bündner Wintersportort Lenzerheide.

Weiter im Rennen waren bislang neben Andermatt auch Fiesch VS und Davos GR. Die Obwaldner Regierung liess die Bewerbung von Engelberg im August fallen und fordert den Bund auf, die Idee für ein neues Schneesportzentrum zu begraben. (wir berichteten»).

Die weiteren Bewerber S-chanf GR, Wildhaus SG, Crans-Montana VS und Grindelwald BE sind inzwischen ebenfalls aus dem Rennen. Wildhaus und Crans-Montana zogen offiziell ihre Kandidatur zurück.

Wann ein Entscheid über das Schneesportzentrum fällt, ist nach Angaben des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vom August offen. Die Vernehmlassung zur Gesamtschau der Sportförderung dauert noch bis Ende September. Danach entscheide der Bundesrat auf Grund eines Berichts über das weitere Vorgehen, hiess es beim VBS. (sda)

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