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SCHÖLLENEN: Die «Teufelsbrücke» soll 2016 wieder öffnen

Das Restaurant Teufelsbrücke bleibt in Urner Händen. Ein Andermatter kauft nun den Betrieb, der seit längerem geschlossen war.
Auch Russen hätten Interesse gehabt, das Restaurant Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht zu kaufen. (Bild: Urs Hanhart)

Auch Russen hätten Interesse gehabt, das Restaurant Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht zu kaufen. (Bild: Urs Hanhart)

Kaum eine Schweizer Landschaft ist derart gewaltig und geschichtsträchtig wie die Schöllenenschlucht bei Andermatt. Tausende Touristen machen jährlich Halt und bewundern das wilde Naturschauspiel. Trotzdem war das dortige Restaurant Teufelsbrücke neben der gleichnamigen Brücke seit Jahren geschlossen. Der Besitzer, ein Waadtländer Bauer, wollte das Restaurant für rund eine halbe Million verkaufen (Ausgabe der «Neuen Urner Zeitung» vom 8. August 2015).

Nun hat der Andermatter Christoph Gähwiler im Oktober den Vorverkaufsvertrag unterschrieben und eine Anzahlung geleistet. Der Kopf einer privaten Interessensgruppe will das Restaurant neu aufleben lassen und setzt sich dafür ein, dass die Schöllenen als faszinierende Schlucht besser vermarktet wird: «Ein Team plant gerade die Wiedereröffnung auf Sommer 2016», sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Wie gross die Anzahlung war, wer hinter der Interessensgruppe steckt, wie die Finanzierung aussieht und wer als Gastwirt in Frage kommt – darüber will Gäh­wiler zurzeit noch nichts sagen.

Auch Russen waren interessiert

Im vergangenen Sommer haben sich auch Russen als potenzielle Käufer gemeldet. Denn das Restaurant befindet sich neben dem Denkmal des russischen Generals Suworow, der mit seinen Soldaten im September 1799 unter Beschuss die Schöllenen passierte und Napoleons Truppen besiegte. Das Interesse der Russen hat im Kanton Uri aber vereinzelt für rote Köpfe gesorgt: Damals trat der heutige Käufer Christoph Gähwiler vor die Medien. Für ihn war klar, dass das Restaurant am historischen Ort in einheimischer Hand bleiben muss. «Geschichtlich betrachtet ist die Schöllenen ein Freilichtmuseum», so Gähwiler damals. «Der Ort bietet Kultur pur. Hier befindet sich nicht nur Urner, sondern Schweizer Kulturgut.»

Gähwiler führte deshalb auch Gespräche mit dem Kanton, der Korporation Ursern und der Gemeinde Andermatt. Ihm schwebte ein Stiftungsmodell vor, welches das Restaurant trägt.

Anian Heierli

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