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SCHÖLLENEN: Es bleiben nur 51 Stunden Zeit

Bei den Bäzkehren wird eine neue Unterführung gebaut. Das Versetzen der Betonelemente bei gleichzeitig fliessendem Verkehr fordert alle extrem.
Urs Hanhart
Im Bereich der Bäzkehren wird zurzeit eine neue Unterführung für den Langsamverkehr gebaut. (Bild Urs Hanhart)

Im Bereich der Bäzkehren wird zurzeit eine neue Unterführung für den Langsamverkehr gebaut. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Im oberen Bereich der Schöllenen zwischen Göschenen und Amsteg laufen seit Montagmittag besonders spektakuläre Bauarbeiten. Zur Kreuzungssicherheit mit dem Strassenverkehr wird in der unteren Wendeplatte der Bäzkehren eine neue Unterführung für Velofahrer und Fussgänger errichtet. Die Verkehrssicherheit wird dadurch massgeblich erhöht.

Aufwendige Vorarbeiten getätigt

Besonders knifflig ist dabei, dass die Erstellung der Unterführung innerhalb von nur 51 Stunden abgeschlossen sein muss. Wegen des Zeitdrucks waren aufwendige Vorarbeiten nötig. So wurde unter anderem auf dem Trassee des künftigen Wander- und Velowegs eine Notstrasse erstellt, damit die Baustelle umfahren werden kann. Für den Lastwagenverkehr und den Personenwagenverkehr mit Anhänger ab 3,5 Tonnen ist diese allerdings gesperrt.

Absolute Massarbeit gefordert

Gestern erfolgte nun der Auftakt zum spektakulärsten Teil der Bauarbeiten. Mit Hilfe eines gigantischen 250-Tonnen-Pneukrans einer Obwaldner Spezialfirma wurden die elf zwischen 23 und 27 Tonnen schweren Unterführungselemente aus Beton versetzt und eingepasst. Dabei mussten alle Beteiligten absolute Massarbeit leisten. Die gesamte vorfabrizierte Unterführungskonstruktion weist eine Länge von 19,8 Metern auf, ist 3,5 Meter breit und 2,6 Meter hoch.

«Wir sind momentan etwa eine Stunde in Verzug», sagte Willy Reck, Projektleiter beim Bundesamt für Strassen (Astra), gestern Nachmittag anlässlich des Medientermins zum Verlauf der Arbeiten. «Aber wir sind zuversichtlich, diesen Rückstand noch aufholen zu können. Ich gehe davon aus, dass wir die Schöllenenstrasse wie geplant am Mittwoch um 17 Uhr wieder für den gesamten Verkehr freigeben können.»

1300 Kubikmeter ausgebrochen

«Die topografischen und geologischen Verhältnisse in der Schöllenen sind extrem», äusserte sich Reck ganz generell zum Bau der neuen Unterführung. «So mussten für die Unterführung zuerst 1300 Kubikmeter Gestein ausgebrochen werden, zum Teil mit Sprengungen. Nach dem Versetzen der Unterführungskonstruktion werden 500 Kubikmeter Aushubgestein und Beton eingebracht. Allein die Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten nehmen rund 40 Stunden in Anspruch.»

Die Gotthard-Passstrasse zwischen Göschenen und Andermatt wird seit 2014 Instand gesetzt. Abgeschlossen werden soll die Sanierung im Jahr 2019. Die Bauarbeiten im Jahr 2016 betreffen hauptsächlich die Galerie Heuegg, den Abschnitt Steindlikehr (zwischen Galerie Heuegg und Galerie Tanzbein Süd) und die Bäzkehren. Im Bereich der Bäzkehren wird für den Langsamverkehr ein separates neues Trassee mit einer Breite von 1,8 Metern gebaut. Dieses führt ab dem Dach der Galerie Tanzbein bis zur alten Gotthardstrasse.

Bergwärts für Velos gesperrt

Während der Bauzeit von April 2016 bis Mitte November 2016 bleibt die Schöllenenstrasse für den bergwärts fahrenden Veloverkehr gesperrt. Zu den Stosszeiten bietet das Bundesamt für Strassen aber eine Verlademöglichkeit per Bus an.

Permanent in Betrieb ist der Veloverlad per Bahn ab dem Bahnhof Göschenen. Voraussichtlich Ende 2018, wenn die letzte Kreuzung im Bereich der Teufelsbrücke aufgehoben sein wird, kann die gesamte Schöllenenstrasse zwischen Göschenen und Andermatt von Velofahrern kreuzungsfrei befahren werden.

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