SCHÖLLENEN: Reisende erleben bange Minuten

Zwischen Göschenen und Andermatt sassen rund vierzig bis fünfzig Passagiere in einem Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn fest – mitten in einem Tunnel.

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In diesem Tunnel steckten 40 bis 50 Passagiere fest. (Archivbild Neue UZ)

In diesem Tunnel steckten 40 bis 50 Passagiere fest. (Archivbild Neue UZ)

Wie kam es dazu? Der Zug Richtung Andermatt fuhr pünktlich um am Montagnachmittag um 14.50 Uhr in Göschenen ab. Der Lokführer sass vorne im Zug im Steuerwagen. Die Lokomotive war bei der Zugkomposition zuhinterst angehängt und stiess die Wagen den Berg hinauf – so wie immer. Auf halber Strecke passierte es: Das so genannte Vielfach-Steuerungskabel, das die Steuerungssignale vom Steuerwagen in die Lokomotive überträgt, löste sich zwischen zwei Wagen. Es fiel auf die Gleise und der Zug fuhr darüber. Dann ging nichts mehr. Wie dies passierte, können sich die Verantwortlichen selber noch nicht erklären.

Evakuierung war nicht möglich
Die Verantwortlichen der Matterhorn-Gotthard-Bahn haben auch abgeklärt, ob man die eingeschlossenen Passagiere aus dem Tunnel evakuieren konnte. Dies war unmöglich, weil man die Strasse zu Fuss nur schwer erreichen konnte. Und so blieb den Passagieren nur eines übrig: Warten, 45 Minuten lang – und dies an der steilsten Stelle des gesamten Schienennetzes der Matterhorn-Gotthard-Bahn.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.