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SCHULABSCHLUSS: Spitzenplatz für Urner Jugendliche

Im Kanton Uri haben 372 Jugendliche ihre obligatorische Schulzeit abgeschlossen. Über neun von zehn Jugendlichen haben eine direkte Anschlusslösung auf Sekundarstufe II. Damit liegt Uri schweizweit an der Spitze.
Bild: Urs Hanhart

Bild: Urs Hanhart

Seit mehr als dreissig Jahren werden im Kanton Uri systematische Schulenderhebungen durchge-führt. Noch nie war das Ergebnis so positiv: Fast 94 Prozent der insgesamt 372 Abgängerinnen und Abgänger der Volksschule haben eine direkte Anschlusslösung auf Sekundarstufe II.

Nur 23 Jugendliche oder umgerechnet 6,2 Prozent absolvieren ein Zwischenjahr (Vorjahr: 9 Prozent). In keinem anderen Kanton sind anteilsmässig so wenige Zwischenlösungen erforderlich, wie die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri am Freitag mitteilte.

75 Prozent der Urner Jugendlichen beginnen heuer direkt nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre. 19 Prozent gehen weiter in die Schule, die meisten davon ins Gymnasium.

Im Gegensatz zu anderen Kantonen gibt es in Uri keinen Trend hin zu mehr schulischen Ausbildungen auf Sekundarstufe II. Die Zahlen der vergangenen Jahre schwankten jeweils zwischen 15 und 22 Prozent.

Es gibt aber relativ grosse geschlechtsspezifische Unterschiede: Junge Frauen wählen häufiger einen schulischen Weg (Gymnasium oder Fachmittelschule) als junge Männer.

Schwierige Suche nach Lernenden

Aufgrund der demografischen Entwicklung im Kanton Uri gibt es seit einiger Zeit bedeutend weniger Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Es werden aber weiterhin etwa gleich viele Lehrstellen angeboten wie in früheren Jahren.

Diese Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Für die Lehrbetriebe ist es schwieriger geworden, geeignete Lernende zu finden. Immer häufiger versuchen sie deshalb, Jugendliche frühzeitig an sich zu binden, um die Lehrstellen besetzen zu können.

Die Zahl der Lehrstellen, die bereits vor Beginn der 3. Oberstufe vergeben wurden, hat sich in den vergangenen sechs Jahren denn auch mehr als vervierfacht. Mit dieser Entwicklung einher geht das Risiko, dass die Jugendlichen den Berufswahlprozess zu früh abbrechen.

Bei der Berufswahl gibt es nach wie vor markante geschlechtsspezifische Unterschiede. Bei den jungen Männern dominieren nach wie vor die handwerklichen und technischen Berufe. Bei den jungen Frauen verläuft die Berufswahl oft sehr einseitig. Fast 50 Prozent der Schulabgängerinnen, die eine Lehre machen, entscheiden sich für die Berufe Kauffrau oder Fachfrau Gesundheit.

pd/zim

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