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SCHULE: Basisstufe in Bristen bewährt sich

Seit August 2016 werden am Schulstandort Bristen vierzehn Kinder von mehreren Lehrern in der Basisstufe unterrichtet. Ursula Epp-Gisler, Präsidentin des Schulrats Silenen, zieht ein positives Fazit.
In Bristen wird seit einem Jahr in altersdurchmischten Klassen unterrichtet. (Symbolbild: Gaetan Bally, Keystone)

In Bristen wird seit einem Jahr in altersdurchmischten Klassen unterrichtet. (Symbolbild: Gaetan Bally, Keystone)

Seit August 2014 können Urner Schulen den Kindergarten und das erste und zweite Schuljahr der Primarstufe in einer Grund- oder Basisstufe führen – sofern es zum Erhalt eines dezentralen Schulangebotes notwendig erscheint. Die Basisstufe durchlaufen die Kinder in der Regel innerhalb von vier Jahren; anschliessend treten sie nach Erreichen der Lernziele ins dritte Schuljahr der Primarschule über. Der Unterricht orientiert sich am Entwicklungs- und Lernstand der Kinder – nicht am Alter – und findet in flexiblen, altersgemischten Lerngruppen statt.

Seit einem Jahr wird auch in Bristen so unterrichtet. Ursula Epp-Gisler, Präsidentin des Schulrats, erklärt, wie die Umstellung angekommen ist.

Ursula Epp-Gisler, warum hat die Gemeinde Silenen per Schuljahr 2016/2017 in Bristen die Basisstufe eingeführt?

Auf das Schuljahr 2016/2017 hin hat der Kanton Uri das Kindergartenobligatorium eingeführt. Für uns bedeutete das, dass wir das bisherige Modell mit einem 60-Prozent-Kindergarten nicht mehr aufrechterhalten konnten. Den Kindergarten als separate Abteilung zu führen, machte am Schulstandort Bristen weder finanziell noch pädagogisch Sinn. Im Gegenzug erkannten wir, dass das Modell einer Basisstufe erstens sehr gut zu den Kinderzahlen in Bristen passen würde, und dass es zweitens für unsere Gemeinde finanziell interessant ist. Heute können wir den Kindergarten sowie die erste und zweite Klasse mit einem Pensum von rund 150 Stellenprozenten führen. Dies wäre nicht möglich, wenn die Abteilungen getrennt geführt würden.

Wie haben die Eltern auf die Basisstufe reagiert?

Grundsätzlich wurde die Veränderung von den Eltern sehr positiv aufgenommen; in diesem Bereich stelle ich viel Offenheit fest. Natürlich gab und gibt es auch Unsicherheiten darüber, ob der Unterricht mit einem so grossen Altersspektrum gelingen kann. Die Umstellung ist sicher grösser für jene Eltern, die schon ältere Kinder haben und die somit ein anderes Schulmodell gewohnt sind.

Mit dem altersdurchmischten Lernen verändert sich auch die Schulhausstruktur. Wie wirkt sich das in Bristen aus?

Für den Schulstandort Bristen ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Klassen nicht neu. Das altersdurchmischte Lernen wird mit dem Modell der Basisstufe jedoch vertieft. Dadurch verstärkt sich der soziale Zusammenhalt, und die Kinder übernehmen mehr Eigenverantwortung.

Welches waren rückblickend aus Sicht der Schulbehörde die grössten Herausforderungen bei der Einführung der Basisstufe?

Die Schaffung der räumlichen Voraussetzungen gab anfänglich Anlass zu einigen Diskussionen. Mit der Zusammenlegung der Aula und des Werkraums konnten wir in Bristen aber ideale Raumverhältnisse für die Basisstufe schaffen. So stehen den Lehrpersonen heute zwei durchgängige und grosszügige Schulzimmer zur Verfügung. Die grösste Herausforderung bei der Einführung einer Basisstufe ist für mich jedoch, Lehrpersonen zu finden, welche die neuen Aufgaben annehmen und die gut miteinander harmonieren. Hier hatten wir das Glück, zwei tolle Lehrpersonen im Team zu haben, die mit Überzeugung und viel Freude ans Werk gingen. Dank dem Engagement und Interesse von Lehrpersonen und Schulleitung konnten wir alle Herausforderungen meistern. Auch die Bildungs- und Kulturdirektion stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Weiter konnten wir von der bereits geleisteten Arbeit in anderen Schulgemeinden profitieren.

Ihr Fazit nach einem Jahr?

Durchwegs positiv. Die Basisstufe ist gut angelaufen, und es bestätigt sich, dass sie für den Schulstandort Bristen mit den gegebenen und voraussichtlichen Kinderzahlen das richtige Modell ist.

Wie geht es nun weiter?

In diesem Schuljahr konnten wir wichtige Erfahrungen machen, die sicher in die Planung des kommenden Schuljahrs einfliessen werden. Der Fokus für die Schulbehörde wird in nächster Zeit auch auf der Mittelstufe liegen. Gemeinsam mit Schulleitung und Lehrpersonen werden wir auch dort Optimierungsmöglichkeiten besprechen und umsetzen. (red)

Hinweis:Das Interview wurde von der Urner Bildungs- und Kulturdirektion zur Verfügung gestellt.

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