SCHULEN: Urner Schulen verfügen über ein Notfallkonzept

Im Krisenfall sollen die Schulen wissen, was zu tun ist. Der Urner Erziehungsrat hat ein verbindliches Konzept erlassen, das den Schulen helfen soll, schnell und wirksam auf Gewalttaten, sexuelle Übergriffe, Suizide, schwere Unfälle oder Todesfälle zu reagieren.

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Ereignisse mit hohem Gefährdungsgrad, die eigentlichen Notfälle, werden von der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten bewältigt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Ereignisse mit hohem Gefährdungsgrad, die eigentlichen Notfälle, werden von der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten bewältigt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Bildungs- und Kulturdirektion hat am Donnerstagabend in Altdorf die Schulbehörden und die Schulleitungen des Kantons über das Krisenkonzept informiert. Ausserordentliche Ereignisse könnten jede Schule jederzeit treffen, teilte sie mit. Schwere Krisen seien zwar selten, doch gelte es, sich auf solche Ereignisse vorzubereiten.

Damit im Notfall alle schnell handeln könnten, müssten alle Schulen im Kanton dasselbe Konzept anwenden. Die einzelnen Schulen müssten die Organisation des Kantons kennen, die kantonalen Stellen müssten über die Abläufe in den Schulen informiert sein.

Das Urner Konzept arbeitet mit drei verschiedenen Gefährdungsstufen. Ereignisse mit tiefem Gefährdungsgrad stehen in der Verantwortung der Schulen, wobei sie den schulpsychologischen Dienst beiziehen können.

Auch die Ereignisse mit mittlerem Gefährdungsgrad stehen in der Verantwortung der Schulen. Hier ist aber eine Zusammenarbeit mit externen Stellen - der Polizei oder dem Schulpsychologen - zwingend.

Ereignisse mit hohem Gefährdungsgrad, die eigentlichen Notfälle, werden von der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten bewältigt.

Als vierte Stufe gehört zum Urner Modell die Prävention. Es sei wichtig, Massnahmen zu lancieren, die zu einem guten Schulklima beitragen würden, schreibt die Bildungsdirektion. Auch müsse hingeschaut und Vorfälle besprochen werden.

Damit die Schulen auf Krisen und Notfälle reagieren können, müssen sie über ein Krisenteam verfügen. Im Bedarfsfall wird dieses von einem kantonalen Team unterstützt. (sda)