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Schüler inspirieren Publikum

Die 3. Klassen der Oberstufe der Kreisschule Seedorf bearbeiteten von Januar bis Mai selbstständig ein Projekt – von der Idee bis hin zur Auswertung. Kürzlich präsentierten sie ihre Abschlussarbeiten.
Vreny Püntener
Die Isenthalerin Jessica Bissig verarbeitete Hirschgeweihe zu einem dekorativen Kronleuchter. (Bild: Vreny Püntener (Seedorf, 5. Juni 2018))

Die Isenthalerin Jessica Bissig verarbeitete Hirschgeweihe zu einem dekorativen Kronleuchter. (Bild: Vreny Püntener (Seedorf, 5. Juni 2018))

Bereits seit 10 Jahren ist der Projektunterricht an der Kreisschule Seedorf ein fester Bestandteil im Stundenplan der 3. Oberstufe. Vom Miniprojekt, zu kleineren und grösseren Gruppenprojekten bis hin zur Abschlussarbeit lernen die Schüler, wie man Projekte initiiert, plant, organisiert, Lösungen entwickelt, durchführt, auswertet, dokumentiert und präsentiert. «Die Schülerinnen und Schüler schätzen die Möglichkeit, im 2. Semester ihres Abschlussjahres selber ein Projekt anzugehen und dabei Thema, Zeit und Ort selber zu wählen», so die verantwortliche Lehrerin Cornelia Widmer.

Am vergangenen Dienstag fand der Präsentationsabend dieser Abschlussarbeiten statt und der Publikumsansturm war riesig. Zahlreiche Eltern, Geschwister, Lehrer, Bekannte und Freunde kamen in den Genuss, die 42 Projekte der zwei Abschlussklassen zu begutachten.

Fantasie kennt keine Grenzen

Weit über 400 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen zehn Jahren ein Projekt realisiert und trotzdem ist der Ideenreichtum noch nicht ausgegangen. So gab es auch in diesem Jahr viel zu bewundern: vom Frisurenbuch, Metall-Steinvogel, beleuchteten Holzweltkarte, geschnitzten Spiegelrahmen, Holzschlitten und Holztrog mit Bank, bis hin zur selbst gebauten Drohne und selbst konstruiertem Haus, zu Modellautos, Kosmetiklinie, Wachstuchtaschen, flüssigen Powerfood und Mehrgangmenü, Tanz und Akrobatik-Show, Liedkompositionen, Snowboard-Lern-Video, Drawingstyles mit Harry Potter und vielem mehr.

Wer noch einen Bedarf an Wohneinrichtungen hat, konnte gleich ein ganzes Sammelsurium von Ideen finden: Liegelounge, Pult, Schreibtisch, Garderoben, Palettenbett, Chill-Sofa, Sitzbank, Relaxliege und Schuhschrank. Sogar ein uralter Barackenwagen wurde komplett neu renoviert.

«Etwas bauen, das man in keinem Laden kaufen kann»

Besonderen Anklang fand auch der Kronleuchter aus Hirschgeweih. Jessica Bissig, die gerne selber mal Jägerin werden möchte, meinte: «Mir wurde erst beim Projekt bewusst, wie hart Hirschgeweihe wirklich zu bearbeiten sind. Dass sie mir so viel Mühe beim Bohren bereiten, hätte ich nicht gedacht.»

Auch Benno Arnold weckte mit seinem «Höllenstuhl», einem Vierrad-Fahrzeug mit Benzinmotor, grosses Interesse. «Ich wollte vor allem etwas bauen, das man in keinem Laden kaufen kann», meinte er abschliessend.

Bis zu 60 Personen bei Vorträgen anwesend

Die Wertschätzung des Publikums blieb nicht aus. In den vier Klassenzimmern, wo zeitgleich im Zwölf-Minuten-Rhythmus die Präsentationen stattfanden, waren oft bis zu 60 interessierte Personen. Und diese sparten auch nicht mit positiven Rückmeldungen: «Wir sind erstaunt, wie viele originelle Ideen realisiert wurden», «das ist eine ganz gute Sache », «die beiden Abschlussklassen haben das sehr gut gemacht», «am liebsten würde ich einige Gegenstände gleich mit nach Hause nehmen», war dann auch oft zu hören. Die Schülerinnen und Schüler lernten viel daraus. Natürlich gab es oft auch Probleme und gar manche unterschätzten den Zeitfaktor. «Ich habe gemerkt, dass nicht alles so läuft, wie man geplant hat.» «Ich habe sehr viel dazu gelernt. Vor allem Geduld zu haben und nicht husch, husch zu arbeiten!» «Ich habe so viele Male Probe gekocht, dass meine Geschwister keine Lust mehr auf mein Menü hatten».

Doch schliesslich fielen die Rückmeldungen durchwegs positiv aus. Die wertvollen Erfahrungen und die Freude am Produkt waren sichtlich zu spüren. «Ich habe es geschafft und ich habe erreicht, was ich wollte, auch wenn es nicht immer ganz leicht war!», konnte dann auch mehrfach in den Dokumentationen gelesen werden.

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