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Urner Oberstufenschüler lernen Bauberufe kennen

An den Berufsinformationstagen Uri wird dem Lehrlingsmangel in den handwerklichen Berufen entgegengewirkt.
Daniel Schwab, Apimedia
Die Oberstufenschüler legten sich beim Mauern mächtig ins Zeug. (Bild: Apimedia)

Die Oberstufenschüler legten sich beim Mauern mächtig ins Zeug. (Bild: Apimedia)

KV und Detailhandel stehen auf der Liste der beliebtesten Lehrberufe ganz oben – anders die Bauberufe. In den vergangenen Jahren gestaltete sich die Suche nach geeigneten Lehrlingen in den Berufen Maurer und Strassenbauer immer schwieriger.

Odilo Gamma, Präsident des Baumeisterverbandes Uri, führt diese Entwicklung auf das sinkende Interesse an Handwerkerberufen im Allgemeinen zurück. Für ihn ist aber klar, dass die Bauberufe besser sind, als sie oft dargestellt werden: «Ein Maurer hat neben ausgezeichneten Jobaussichten auch vielseitige Aufstiegsmöglichkeiten.» Ausserdem können sich die jungen Berufsleute aufgrund der körperlichen Arbeit im Freien den Gang ins Fitnessstudio und ins Solarium sparen, ergänzt er.

Selber anpacken und Berufe austesten

Schon seit Jahren wird die in Frage kommende Klientel für die offenen Lehrstellen unmittelbar vor Ort angesprochen. Regelmässig tourt das Info-Mobil durch die Zentralschweizer Kantone, um die Siebt- und Achtklässler für eine Lehre auf dem Bau zu begeistern. Einen halben Tag lang können die Schülerinnen und Schüler beim Baggern ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, mit Backsteinen eine Mauer errichten oder sich beim Verlegen von Pflastersteinen versuchen. Am vergangenen Dienstag – im Rahmen der alljährlich stattfindenden Berufsinformationstage Uri – machte die fahrbare Ausstellung Halt im Werkhof der Firma Porr Suisse AG in Erstfeld. Elf interessierte Oberstufenschüler aus dem Kanton Uri lernten zunächst in einer theoretischen Einführung die Vorzüge der Bauberufe kennen. Danach durften sie selber Hand anlegen.

Keine Frage: Das Info-Mobil ist für die Schüler ein wertvolles Element im Berufswahlprozess. Das bestätigt Robert Fortunati, Geschäftsführer der gastgebenden Firma Porr Suisse AG: «Da die Jugendlichen hier richtig anpacken dürfen, können sie viel besser abschätzen, ob der Beruf für sie in Frage kommt, als wenn sie nur in einer Broschüre darüber lesen.»

Vom Anlass profitieren aber nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die beteiligten Firmen. Neben der Porr Suisse AG waren dies die Walo Bertschinger AG aus Flüelen und die C. Vanoli AG aus Immensee. Fortunati ergänzt: «Mit solchen Anlässen können wir die Begeisterung für handwerkliche Berufe wecken und dazu unsere Firmen in einem guten Licht präsentieren.» Positiver Nebeneffekt: Hin und wieder klopft nachher der eine oder andere Jugendliche für eine Schnupperlehre an.

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