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Schüler lernen, genau hinzuhören

Der Musikwagen des Sinfonieorchesters Luzern macht zurzeit Halt in Sisikon. Dabei wird vermittelt, dass alles seinen eigenen Klang hat – und wie man damit Musik macht.
Florian Arnold
Die Schüler von Sisikon schauen sich im Musikwagen des Sinfonieorchesters um. (Bild: Florian Arnold (Sisikon, 5. November 2018))

Die Schüler von Sisikon schauen sich im Musikwagen des Sinfonieorchesters um. (Bild: Florian Arnold (Sisikon, 5. November 2018))

Wie tönt eigentlich ein Schülerpult? Welche Klänge kann man rund ums Schulhaus einfangen? Und wie kann man mit leeren Flaschen Musik machen? Mit diesen Fragen setzen sich die Primarschüler von Sisikon in dieser Woche auseinander. Für ihre Projektwoche erhalten sie gewichtige Unterstützung: vom Sinfonieorchester Luzern.

Auf dem Schulhausplatz ist ein grosser, brauner Lastwagenanhänger parkiert. Es handelt sich dabei um den Musikwagen des Orchesters. Die Schüler drängeln sich durch die Eingangstür in den bunten Innenraum. «Der Musikwagen tönt überall», sagt Simon Wunderlin, der diese Woche mit den Schülern arbeitet. So sind etwa die Wände speziell beschichtet, dass sie ein rauschendes Geräusch erzeugen, wenn man mit der Hand darüberstreicht.

Von Flaschen bis Plastikrohren

Neben der Eingangstür finden sich in einem Regal jede Menge Instrumente. Trommeln, Rasseln, Kastagnetten, aber auch Steine, Bürsten, Schwämme, Schüsseln, Dosen, Spachteln, Zangen, Flaschen, Becher, Trichter oder Plastikrohre. Schnell schnappt sich jeder Schüler einen Gegenstand.

In der Turnhalle wird damit Musik gemacht – oder so was Ähnliches. Die Schüler imitieren einen Föhnsturm. Was zuerst wie Lärm daher kommt, entwickelt sich tatsächlich immer mehr zu einem Sturm. «Es geht um Wahrnehmung», erklärt Simon Wunderlin. «Die Schüler merken, dass alles tönt und lernen, genauer hinzuhören.» So werde auch die Empathie gefördert: «Wenn man sich auf die Klänge in der Umgebung konzentrieren kann, der kann sich auch in andere hineinfühlen.»

Klänge gepaart mit Emotionen, das mache die Musik aus. «Um einen Föhnsturm nachzuahmen, braucht es die richtigen Gefühle. Und das ist in jeder Musikstilrichtung so.»

Mit dem Projekt werden die Schulkinder auch an die klassische Musik herangeführt. «Oft fehlt den Schülern das Verständnis für diese Art von Musik. Das ist völlig normal», sagt Wunderlin. «Denn Musik widerspiegelt immer die Zeit, in der sie entstanden ist.» Einen Zugang könne man schaffen, indem man den Kindern aufzeige, worauf man bei der klassischen Musik achten könne.

Elektro ist den Schülern näher

Die Schüler werden aber auch mit Musik abgeholt, die ihnen in der heutigen Zeit näher steht. «Wir sind fast permanent von Elektronik umgeben. Deshalb zeigen wir auch, wie man elektronische Musik macht», so Wunderlin. Dazu werden die Schüler ums Schulhaus geschickt, um dort mit Aufnahmegeräten Klänge einzufangen. «Aus diesem Material kann man am Computer ein gesamtes Schlagzeug zusammenbauen», sagt Wundelin.

Schlusspunkt dieser musikalischen Woche bildet ein Konzert, bei dem die Schüler das Erarbeitete dem Publikum präsentieren. Und als spezielle Gäste sind einige Musiker des Luzerner Sinfonieorchesters eingeladen, die das Konzert musikalisch bereichern.

Der Musikwagen des Sinfonieorchesters Luzern macht Halt in Sisikon. Simon Wunderlin macht mit Schülern Musik auf ungewöhnlichen Instrumenten. (Bild: Florian Arnold, Sisikon, 5. November 2018)

Der Musikwagen des Sinfonieorchesters Luzern macht Halt in Sisikon. Simon Wunderlin macht mit Schülern Musik auf ungewöhnlichen Instrumenten. (Bild: Florian Arnold, Sisikon, 5. November 2018)

Das Konzert mit Musikern des Luzerner Sinfonieorchesters findet am 8. November, 18.30 Uhr in der Turnhalle Sisikon statt.

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