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Urner Schüler sollen verstärkt politisch gebildet werden

Der Landrat überweist ein diesbezügliches Postulat und will es nicht abschreiben.
Markus Zwyssig

Politische Bildung Céline Huber (CVP, Altdorf) bezeichnete die Antwort der Regierung auf ihren Vorstoss als «unbefriedigend und einseitig». Sie gehe auf das Kernelement einer Prüfung der stärkeren Gewichtung der politischen Bildung im Lehrplan 21 gar nicht ein und hebe die Inhalte des aktuellen Lehrplans sowie auch ausserschulische Angebote hervor. «Politische Bildung wird derzeit bloss nach eigenem Ermessen der Lehrpersonen in den Unterricht eingebaut und deren Durchführung wird durch die Schulleitung nicht kontrolliert. Das genügt einfach nicht.»

Uneins war man sich in der Fraktion von SP/Grüne. Viktor Nager (SP, Schattdorf) vertrat die Meinung, dass das Postulat überwiesen, aber nicht abgeschrieben werden solle. Andrea Scheuber (SP, Flüelen) wies auf die zusätzliche zeitliche Belastung hin, welche den Schülern während der Volksschulzeit zugemutet werde. Allenfalls würde es auf Kosten der bestehenden Stundentafel eine Reduktion geben. Hingewiesen wurde von Seiten SP/Grüne auch darauf, dass die Diskussion über das Stimm- und Wahlrecht mit 16 Jahren konsequent aufgenommen werden müsste.

Ludwig Loretz (FDP, Andermatt) zeigte sich überzeugt davon, dass die Schule der geeignetste Ort sei, um politische «Basics» zu vermitteln: «Die Schüler sollen debattieren, analysieren, diskutieren, argumentieren, sich einbringen und demokratisch gefällte Mehrheiten akzeptieren.»

Arnold setzt auf politische Aufklärung in der Familie

Alois Arnold-Fassbind (SVP, Bürglen) appellierte an die Eigenverantwortung der Eltern. «Ich habe meine Kinder auch politisch aufgeklärt und das ist gut herausgekommen.» Im Rat sorgte diese Aussage für viele Lacher. Céline Huber konterte schmunzelnd: «Gerade dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, politische Bildung in der Schule stärker zu gewichten.»

Bildungsdirektor Beat Jörg zeigte auf, dass der politischen Bildung ganz bestimmt im Lehrplan 21 über die ganze Volksschulzeit verteilt, genügend Platz eingeräumt werde. Diesbezüglich gäbe es noch Optimierungsmöglichkeiten, aber man sei gut unterwegs.

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