Urner Oberland: Schüler werden in einer Woche zu Artisten

Im Rahmen der Projektwoche der Kreisschule Urner Oberland haben die Schüler mit dem Circus Luna ein Programm auf die Beine gestellt. Gezeigt wurden artistische wie auch humoristische Beiträge. Beide Vorstellungen waren ausverkauft.

Karin Wälti
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Die Schüler erarbeiteten während ihrer Projektwoche eine Zirkusvorstellung (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 29. September 2018)

Die Schüler erarbeiteten während ihrer Projektwoche eine Zirkusvorstellung (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 29. September 2018)

In Gurtnellen lud die Kreisschule Urner Oberland am vergangenen Freitag zu zwei Zirkusaufführungen ein. Rund 120 Schülerinnen und Schüler trainierten unter der Anleitung von drei Zirkuspädagogen im Rahmen ihrer Projektwoche. Die Vorbereitung fand während fünf Tagen statt. Somit konnte dem Publikum am Ende der Woche ein abwechslungsreiches Programm gezeigt werden. Begeistert verfolgten die Zuschauer die Darbietungen der Kinder und Jugendlichen. Schulleiter Remo Honegger moderierte zusammen mit dem Pädagogen des Circus Luna, Roland Kressibucher, die Vorstellung.

Neben waghalsig wirkenden Darbietungen wie dem Auftritt der Fakire, die über Scherben laufen, und den Nummern mit dem Vertikaltuch, dem Trapez oder dem Trampolin brachte man die Anwesenden auch zum Lachen.

Anlass dafür waren die Clowns, die das reiche Programm mit Zwischendarbietungen immer wieder auflockerten, oder die kleinen Kraftmenschen, die unter anderem Ketten zum Bersten brachten. Nummern wie die Leiterakrobatik, das Seilspringen, die Gruppe mit den Hula-Hoop-Reifen oder die Jonglage verliehen der Aufführung eine groovige Dynamik.

Sorgten für offene Münder: Die Artisten am Doppeltrapez. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)
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Die Auftritte der Clowns zwischen den Nummern sorgten für Abwechslung. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)
Das Publikum staunte beim Balanceakt, der mit artistischem Seilspringen verbunden wurde. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)
Die Kleinsten agierten als Raubtiere. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)
Die beiden führten das Publikum durch die Zirkusvorstellung: Schulleiter Remo Honegger (links) und Zirkuspädagoge Roland Kressibucher. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)
Vor den Zirkusaufführungen übten die Kinder in der Halle. So wie hier beispielsweise am Vertikaltuch. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)

Sorgten für offene Münder: Die Artisten am Doppeltrapez. (Bild: Peter Lienert, Gurtnellen, 28. September 2018)

Tiger betreten die Manege

Viele Darbietungen erforderten motorisches Feingefühl, was zum Beispiel bei der Balancegruppe ersichtlich wurde. Auch für den Jöö-Effekt war gesorgt, indem die Kleinsten als verkleidete Tiger die Manege betraten oder als watschelnde Pinguine das Publikum unterhielten.

Trotz des anfänglichen Lampenfiebers meisterten die Kinder ihre Auftritte souverän. Die Schüler wurden vor Beginn der Vorstellung angewiesen, sich von kleineren Missgeschicken nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Da die 14 Gruppen aus den verschiedensten Jahrgängen zusammengesetzt waren, konnte in der abwechslungsreichen Projektwoche auch der Umgang mit Älteren und Jüngeren gelernt werden.

Beide Vorstellungen ausverkauft

Die Lehrerschaft zeigte sich denn auch erfreut über die Rücksichtnahme der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Bei den jüngeren hat deren Durchhaltewille viel Bewunderung ausgelöst. Der Lohn für das harte Training: die leuchtenden Augen in den Zuschauerrängen und der grosse Applaus. Dies hat das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen sicherlich sehr gestärkt.

Der Schulleiter Remo Honegger bedankte sich am Schluss bei allen Beteiligten für ihr Engagement und bei den Sponsoren für ihre Unterstützung. Remo Honegger hatte das Projekt während eines Jahres akribisch und umsichtig vorbereitet. Er bezeichnete die zwei Vorstellungen als vollen Erfolg. Dies zeigt sich in den Verkaufszahlen: Beide Vorstellungen waren Platz ausverkauft.