SCHULHAUS: Altdorf fasst Erweiterungsbau ins Auge

Die Altdorfer Gemeindeversammlung hat am Donnerstag mehrfach Ja gesagt: Zur erfreulichen Rechnung, zu mehr Klassenzimmern im Schulhaus Hagen und zur neuen Hundeverordnung.

Georg Epp
Merken
Drucken
Teilen
Das Schulhaus Hagen soll für 4 Millionen Franken ausgebaut werden. (Bild: Florian Arnold (15. Mai 2017))

Das Schulhaus Hagen soll für 4 Millionen Franken ausgebaut werden. (Bild: Florian Arnold (15. Mai 2017))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

An der Gemeindeversammlung in Altdorf konnten sehr erfreuliche Zahlen präsentiert werden. Bei einem Aufwand von 34,1 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von 3,1 Millionen Franken, 2,8 Millionen Franken besser als budgetiert. Das Ergebnis wird verwendet, um beim Neubau Turnhalle und Aula Hagen zusätzliche Abschreibungen vorzunehmen. Hauptverantwortlich für das erfreuliche Ergebnis sind höhere Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern und Gewinnsteuern der juristischen Personen.

Bis 2020/21 rechnet die Gemeinde Altdorf mit einem deutlichen Zuwachs der Schülerzahlen. Nach den Geburtenzahlen sind dies mindestens 20 Schüler mehr, die rege Bautätigkeit und der damit verbundene Zuwachs an Einwohnern nicht eingerechnet. Deshalb braucht die Gemeinde auf Dauer mehr Schulräume, was an der Gemeindeversammlung diskutiert wurde.

Genügend Platz für die nächsten 10 bis 20 Jahre

Schulratspräsident Adrian Dittli erläuterte den Bedarf an zusätzlichen Schulzimmern im Detail. Mit dem Abbruch des alten Hagenschulhauses an der Seedor­ferstrasse und der Erweiterung des Schulhauses Hagen sollen drei neue Klassenzimmer mit Gruppenräumen und ein Musikzimmer realisiert werden. Die Befürchtungen aus der Versammlung, dass dies sehr schnell wieder nicht genügen wird, wurde von Gemeindepräsident Urs Kälin dementiert. Man sei überzeugt, mit dieser Lösung für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre über genügend Schulraum zu verfügen. Kälin meinte konkret: «Wir können doch nicht auf Vorrat Schulzimmer bauen.»

Der Planungskredit von 240000 Franken für einen Erweiterungsbau beim Schulhaus Hagen fand schlussendlich klare Zustimmung. Der Gemeinderat rechnet mit Baukosten von rund 4 Millionen Franken.

Hundesteuer wird verdoppelt

Die Verordnung über das Halten von Hunden in der Gemeinde Altdorf stammt aus dem Jahre 1956, und die Hundesteuer von 40 Franken ist schon lange nicht mehr kostendeckend. Nach der neuen Verordnung kostet die Hundesteuer 80 Franken. Neu müssen Hunde spätestens drei Monate nach der Geburt oder bei einem Besitzerwechsel mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden. Die Befreiung in Berggebieten entfällt, nur speziell ausgebildete Hunde werden nicht besteuert. Ohne Wortmeldungen wurde die neue Verordnung genehmigt. Ebenfalls ohne Diskussion wurde auch der neue Konzessionsvertrag mit der EWA AG genehmigt. Der Konzessionsvertrag regelt die Nutzung von öffentlichem Grund und Boden durch das Verteilernetz der EWA AG.

Auf Antrag des Gemeinderates wurden Jelena Milojevic, Julia Novacic, Roberto Benucci, Maja Lazic mit den Kindern Filip und Mihajlo, Milan und Lucija Boljesic mit den Kindern Nicole und Marijana eingebürgert.

Der Gemeinderat orientierte ausserdem über die Turnhalle und Aula Hagen. Vor fast einem Jahr konnten die Neubauten in Betrieb genommen werden. Der Baukredit von 14,625 Millionen Franken wurde um 237 398 Franken unterschritten. Dies bezeichnete der Gemeinderat als umso erfreulicher, konnten doch auch unvorgesehene Massnahmen wie Oblichter in der Aula, Lavabos in den Garderoben, ein Lift, Konzertflügel, Trampolin und eine Anzeigetafel realisiert werden.

Richtlinien für Veranstaltungen angepasst

Auch lärmintensive Veranstaltungen im Dorfkern waren ein Thema an der Versammlung. Der Gemeinderat habe am 14. Dezember Veranstalter, Vereine, Anwohner und das lokale Gewerbe wie versprochen zu einem runden Tisch eingeladen. Die Zusammenkunft sei sehr konstruktiv verlaufen und habe das gegenseitige Verständnis gefördert. Nach Ansicht von Kälin ­wurde ein breit abgestützter Konsens erzielt, der besagt, dass für solche Veranstaltungen als Musikende spätestens 2 Uhr festgelegt wird, es eine Kontingentierung braucht, Anlässe mit neuen Ideen und Konzepten aber auch in Zukunft Platz haben sollen. Der Gemeinderat hat die überarbeiteten Richtlinien verabschiedet und wird sie den Teilnehmern des runden Tisches und weiteren Interessierten nochmals zur Stellungnahme unterbreiten.