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Nutzung des Kirchmattschulhauses in Erstfeld ist noch unklar

An der Gemeindeversammlung haben die Erstfelder einer Erhöhung der Wassertaxen deutlich zugestimmt.
Paul Gwerder
Die Zukunft des Kirchmattschulhauses beschäftigt den Erstfelder Gemeinderat schon länger. Aufgrund der Auflagen der Denkmalpflege wird ein Verkauf kaum möglich sein. (Bild: Paul Gwerder, 4. Juli 2019)

Die Zukunft des Kirchmattschulhauses beschäftigt den Erstfelder Gemeinderat schon länger. Aufgrund der Auflagen der Denkmalpflege wird ein Verkauf kaum möglich sein. (Bild: Paul Gwerder, 4. Juli 2019)

Zur Gemeindeversammlung in Erstfeld erschienen am Mittwochabend 71 Bürger, acht davon waren nicht stimmberechtigt. «Seit Jahrzehnten ist unsere Wasserversorgung defizitär, es fehlen jährlich rund 300’000 Franken. Der Eigenfinanzierungsgrad beträgt fünf Prozent, unser Ziel sind aber 40 Prozent», erklärte Karin Gaiser, Verwaltungsratspräsidentin der Gemeindewerke. Ein erster Schritt ist bereits vollzogen, denn am vergangenen Sonntag wurde der Gewährung eines Dotationskapitals von 1 Millionen Franken der Einwohnergemeinde an die Wasserversorgung deutlich zugestimmt.

In einem zweiten Schritt soll nun eine Grundgebühr von 100 Franken für den Gebäudeanschluss erhoben werden. Die Gebühr für eine grössere Wohnung (5 und mehr Zimmer) wird von 150 auf 160 Franken erhöht. Bewohner von kleineren Wohnungen zahlen teils etwas weniger oder gleichviel wie bisher. Die Versammlung stimmte dem vorgeschlagenen Antrag, der zusammen mit dem Preisüberwacher ausgearbeitet wurde, mit nur einer Gegenstimme zu.

«Die Totalsanierung des Grundwasserpumpwerk Jagdmatt hat eine leichte Verzögerung erlitten, kann aber demnächst wieder voll in Betrieb genommen werden», informierte Peter Dittli, Geschäftsführer der Gemeindewerke.

Volk entscheidet über Personenunterführung

Gemeindepräsidentin Pia Tresch stellte das Projekt der vorgesehenen Personenunterführung bei der Schlossbergstrasse vor. Nördlich der Strassenunterführung ist eine drei Meter breite und 34 Meter lange Personenunterführung geplant, welche rund 1,8 Millionen Franken kosten wird. Der westseitige Zugang erfolgt ab dem Trümpihausplatz. Auf der Ostseite soll ein behindertengerechter Zugang im Bereich der Milchküche realisiert werden. Gebaut soll die neue Unterführung in Verbindung mit der von der SBB geplanten Sanierung der Brückenplatte im Jahr 2021 werden. Mit diesem Bau kann das Nadelöhr «Unterführung Schlossbergstrasse», entschärft werden. Über dieses Projekt können die Erstfelder am 24. November abstimmen. An der Gemeindeversammlung gab es keine negativen Wortmeldungen zu der vorgesehenen Personenunterführung.

Alle drei vorgestellten Abrechnungen schlossen zwischen 7000 bis 12’000 Franken besser ab als geplant. Die beiden Einbürgerungsgesuche von Viktoriya Kosheva, ukrainische Staatsangehörige und Jesika Raja, kosovarische Staatsangehörige, wurden ohne Wortmeldungen genehmigt.

Gibt es in Erstfeld bald ein Kultur- und Vereinshaus?

An der Versammlung hat die Gemeindepräsidentin die Anwesenden über diverse Geschäfte orientiert. Die Zukunft des Kirchmattschulhauses beschäftigt den Gemeinderat seit längerer Zeit. Da ein Verkauf aufgrund der Auflagen der Denkmalpflege kaum möglich sein wird, ist eine Nutzungsstudie mit zwei Varianten in Auftrag gegeben worden. Aktuell ist denkbar, das alte Schulhaus in ein Kultur- und Vereinshaus umzufunktionieren.

Bekannt ist mittlerweile, dass eine Firma das Depotgebäude erworben hat. Darin sollen nach einem Umbau 1 bis 3,5 Zimmerwohnungen entstehen. Laut Pia Tresch ist es für die Gemeinde ärgerlich, dass die SBB den Kundenbegleiter-Standort mit ihren 15 Mitarbeitern aufheben wollen. Neu wird wieder vermehrt Lokpersonal des Personenverkehrs in Erstfeld stationiert (Aufstockung von 23 auf 40 Mitarbeiter).

Im November soll die Bevölkerung über die Gesamtübersicht der Schulhausbauten orientiert werden. Der Gemeinderat diskutiert zurzeit intensiv, in welcher Art und Weise die Vorlage dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Ebenso ist der Standort des neuen Feuerwehrlokals noch offen – es stehen vier Varianten zur Diskussion. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll der symbolische Spatenstich des Neubau Pfadiheim Uri stattfinden. Des Weiteren kann die WC-Anlage beim Spielplatz Jagdmatt gebaut werden und soll Ende November fertig sein.

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