SCHULPRÄSIDIENKONFERENZ: Die Schulzeit wird nun länger

Die obligatorische Schulzeit wird von zehn auf elf Jahre erhöht. Dies dürfte künftig auch in Uri der Fall sein. Gerade Bergregionen haben daran wenig Freude.

Merken
Drucken
Teilen
Primarschüler in Schattdorf beim Englisch-Unterricht. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Primarschüler in Schattdorf beim Englisch-Unterricht. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Zwei Jahre Kindergarten werden obligatorisch: Dies gab am Mittwoch an der Schulpräsidienkonferenz in Spiringen Anlass zu Diskussionen. Die Harmonisierung der obligatorischen Schule Schweiz, kurz «HarmoS», will die kantonalen Volksschulen schweizweit angleichen.

Heute besuchen bereits 86 Prozent aller Kinder zwei Jahre lang den Kindergarten. Dies soll künftig auch in Uri der Fall sein. Konkret heisst das: Bereits Vierjährige müssen in den Kindergarten.

Gerade in Bergregionen stösst diese geplante Neuerung auf wenig Gehör, weil die Kinder oft lange beschwerliche Schulwege auf sich nehmen müssen.

Lehrpläne für Sprachregionen
Durch die geplante Neuerung erhöht sich die obligatorische Schulzeit von zehn auf elf Jahre. Systeme wie Grundstufe (zwei Jahre Kindergarten und erste Primarschulklasse zusammen) seien für die nähere Zukunft sicher denkbar, so Kindergarteninspektorin Andrea Bissig.

«HarmoS» sieht zudem Lehrpläne für ganze Sprachregionen vor, welche die heutigen kantonalen Lehrpläne ersetzen.

Ebenfalls soll der Sprachunterricht schweizweit vereinheitlicht werden. Eine erste Sprache soll spätestens in der dritten Klasse obligatorisch sein. In der fünften Klasse müssen die Schüler spätestens eine zweite Landessprache erlernen. Dies ist in Uri bereits die Regel. Vorzugsweise soll mit «HarmoS» auch in Blockzeiten oder in bedarfsgerechten Tagesstrukturen unterrichtet werden.

Tagesschulen und Volksschule
Der Bürgler CVP-Landrat Othmar Arnold hat im September ein Postulat zu Tagesschulen in Uri eingereicht. Der Regierungsrat muss nun einen entsprechenden Bericht vorlegen. In der Diskussion mit den Schulräten stiess die Idee einer zentralen Tagesschule grundsätzlich auf positives Echo.

Weiter hat der Regierungsrat das Projekt «Volksschule 2016» lanciert. Unter der Leitung von Beat Spitzer soll im ersten Teil ein Bericht mit Analysen und Thesen Aufschluss darüber geben, wie die Urner Schulen 2016 aussehen werden. Aufgrund dieses Berichts werden Massnahmen eingeleitet.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.