SCHUTZPROGRAMM: Gegen Hochwasser besser gewappnet

Noch sechs Jahre lang wird im Urner Talboden am Hochwasserschutz gearbeitet. Die 19 Massnahmen kosten 80 Millionen Franken. Am Donnerstag erfolgte der Spatenstich.

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Bauarbeiten entlang der Schächenmündung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Bauarbeiten entlang der Schächenmündung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

August 2005: Der Schächen, der Chärstelenbach und die Reuss traten über die Ufer und richteten einen Sachschaden von rund 360 Millionen Franken an. Die Fluten trafen die Industriestandorte und damit den Lebensnerv des Kantons. Das Volk genehmigte in der Folge ein Hochwasserschutz-Programm in der Höhe von 160 Millionen Franken.

Entlastungsraum und -kanal
Am Donnerstagmorgen hat der Spatenstich für weitere Massnahmen des Hochwasserschutz-Konzepts begonnen. In diesem Paket ist unter anderem ein Entlastungsraum für das Schächen-Geschiebe vorgesehen. Ebenfalls wird die Abflusskapazität der Stillen Reuss vergrössert und ein Entlastungskanal gebaut. Die Arbeiten erfolgen in Koordination mit der Neat. So dient der Bahndamm im Rynächt als Verteidigungslinie, damit bei einem Hochwasser das Industriegebiet Schattdorf nicht überflutet wird.

Die Kosten für die Hochwasserschutzmassnahmen betragen 80 Millionen Franken, inklusive fünf Millionen für Strassenbauten. Der Bund zahlt 62 Millionen Franken, der Kanton Uri 13 Millionen.

pd/rem