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SCHWEIZER FERNSEHEN: Neuer Film über Tunnelbau am Gotthard

Zum Abschluss des Gotthard-Jahrs 2016 werden der zweiteilige Spielfilm «Gotthard» und ein «DOK»-Film zum Bau des ersten Bahntunnels am Gotthard im 19. Jahrhundert ausgestrahlt.
Szene aus «Gotthard»: Der Film erzählt die Geschichte des Tunnelbaus von 1872 bis 1880. (Bild: Schweizer Fernsehen (2016))

Szene aus «Gotthard»: Der Film erzählt die Geschichte des Tunnelbaus von 1872 bis 1880. (Bild: Schweizer Fernsehen (2016))

Am 1. Juni 2016 hat die Schweiz den Abschluss eines Jahrhundertprojekts gefeiert: die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels – mit 57,1 Kilometern Länge der längste Eisenbahntunnel der Welt. Dies nahm Schweizer Radio und Fernsehen zum Anlass, mit «Gotthard» die Geschichte des ersten Tunnels durch die Alpen zu erzählen. Der Film erzählt, wie ab 1872 der damals längste ­Eisenbahntunnel der Welt gebaut wurde.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schweizer Fuhrmannstochter Anna (Miriam Stein), der deutsche Ingenieur Max (Maxim Mehmet) und der italienische Mineur Tommaso (Pasquale Aleardi). Anna, Max und Tommaso treffen sich in der Goldgräberstimmung der Anfangsjahre, werden durch die knochenharte Arbeit am Jahrhundertbauwerk zusammengeschweisst, durch die Wirren der Liebe und der rasanten technischen Entwicklungen auseinandergerissen. Schliesslich stehen sie sich sogar als Gegner gegenüber.

Erfolgreicher Schweizer Regisseur am Werk

In weiteren Rollen sind neben anderen Carlos Leal, Max Simonischek, Roeland Wiesnekker, Joachim Król, Marie Bäumer, Anna Schinz und Christoph Gaugler zu sehen. Regie führte der erfolgreiche Schweizer Film- und Fernsehregisseur Urs Egger, der erst kürzlich für «Der Fall Bruckner» mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Das Drehbuch zu «Gotthard» stammt von Stefan Dähnert.

Das Schweizer Fernsehen zeigt Teil 1 am Sonntag, 11. Dezember, und Teil 2 am Montag, 12. Dezember, 12.05 Uhr. Im Anschluss an den zweiten Teil wird der «DOK»-Film «Gotthard – Das Jahrhundert-Bauwerk» von Hansjürg Zumstein ausgestrahlt. Darin werden die Hintergründe des Bauwerks aus dem 19. Jahrhundert geschildert. Historikerinnen und Historiker diskutieren die Hintergründe dieses kühnen Bauwerks. Sie sprechen über die verkehrspolitische Bedeutung des Gotthards und über die politischen Folgen der enormen Arbeiterausbeutung während des Baus. Die damaligen Lebensbedingungen sind gut dokumentiert – unter anderem in einem Geheimbericht, den ein Kommissar an den Bundesrat schickte. Der geheime Bericht schildert in drastischen Worten das Leiden der Arbeiter. Erst vor wenigen Jahren entdeckte ihn einer der interviewten Historiker zufälligerweise im Bundesarchiv.

Besonders riskantes Vorgehen gewählt

Zurück zum kühnen Projekt des 19. Jahrhunderts: Visionäre Unternehmer und Ingenieure wollten den längsten Eisenbahntunnel in Rekordzeit fertigstellen. Deshalb einigten sie sich auf ein besonders riskantes Vorgehen: Sie begannen den Berg von zwei Seiten her gleichzeitig zu durchbohren. Sie vertrauten dabei auf modernste Vermessungstechnik. Sie sollte sicherstellen, dass sich die beiden Tunnel in der Mitte treffen. Fast wäre das Unternehmen missglückt – doch am 29. Februar 1880 gelang die Sensation: Die beiden Röhren von rund je sieben Kilometern Länge trafen aufeinander. Die Abweichung war minimal: 33 Zentimeter in der Horizontalen und 5 Zentimeter in der Vertikalen. Der Erfolg aber war teuer erkauft: Fast 200 Mineure starben, Tausende erkrankten – die Arbeitsbedingungen und Unterkünfte waren miserabel, die hygienischen Bedingungen katas­trophal. Die lokale Bevölkerung jedoch profitierte: Sie vermietete ihre Häuser zu überhöhten Preisen. Es herrschten Bedingungen wie im Wilden Westen während des Goldrausches.

red

Hinweis

«Gotthard» – Teil 1: Sonntag, 11. Dezember 2016, 20.05 Uhr; Teil 2 und anschliessender «DOK»: Montag, 12. Dezember, 20.05 Uhr.

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