Schwere Saison für Sportbahnen

Die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG haben ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich: Während die Frequenzen am Gemsstock stiegen, verlief die Saison am Nätschen/Gütsch unterdurchschnittlich.

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Noch hat es zuwenig Schnee im Skigebiet, um die Pisten am Gurschen öffnen zu können. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Noch hat es zuwenig Schnee im Skigebiet, um die Pisten am Gurschen öffnen zu können. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Mit einem Umsatz von knapp 7 Millionen Franken hat die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) 2010/11 eine deutlich schwächere Saison verzeichnet als noch im Vorjahr (rund 7,4 Millionen). In der Erfolgsrechnung resultiert ein Verlust von 768 000 Franken. Ausgewirkt hat sich unter anderem der Rückgang bei den Logiernächten in Andermatt. 2010/11 wurden rund 5000 Übernachtungen weniger verzeichnet. «Es zeigt sich, dass geringere Übernachtungszahlen nicht einfach mit Tagestouristen kompensiert werden können», heisst es im Geschäftsbericht der AGS. Die heutigen Kapazitäten in den Gebieten Gemsstock und Nätschen/Gütsch seien wegen des mangelnden Bettenangebots im Urserntal und des Verdrängungswettbewerbs im Tagesausflugsverkehr eher zu gross.

Schlechtes Jahr für Nätschen

Am Nätschen/Gütsch verlief die Saison unterdurchschnittlich. Die Frequenzen sanken um 36 Prozent, die Saison musste vorzeitig beendet werden. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem Schneemangel und fehlende Beschneiungsanlagen. Am Gemsstock hingegen stiegen die Frequenzen um 7 Prozent, dort wurden insgesamt rund 1,2 Millionen Gäste befördert. Die Beschneiungsanlagen am Gurschen hatten sich erneut bewährt. Nach wie vor defizitär ist aber der Sommerbetrieb.

In der abgelaufenen Saison beanspruchten 164 Gäste medizinische Hilfe oder den SOS-Dienst. Zum Teil handelte es sich um Rettungen abseits der offiziellen Pisten. In rund 15 Prozent der Einsätze musste die Rega beigezogen werden. «Es ist unübersehbar, dass die Rettungseinsätze ausserhalb der offiziellen Pisten und Abfahrten stark zugenommen haben», schreibt die AGS.

Sven Aregger / Neue UZ