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Schwerer Unfall im Gotthard-Tunnel: Rad knallt in Windschutzscheibe und tötet Autofahrer

Im Gotthard-Tunnel hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Ein Autofahrer wurde durch ein Rad, das sich von einem Lastwagen löste, tödlich verletzt.
Das Foto zeigt, wie das Rad in der Windschutzscheibe steckt: Der Fahrer des Autos wurde beim Unfall getötet. (Bild: Kantonspolizei Uri)

Das Foto zeigt, wie das Rad in der Windschutzscheibe steckt: Der Fahrer des Autos wurde beim Unfall getötet. (Bild: Kantonspolizei Uri)

(rem/sd) Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Kantonspolizei Uri am Mittwochmorgen gegen 9.15 Uhr rund zwei Kilometer vor der Tunnelausfahrt in Göschenen. Der Chauffeur eines Sattelmotorfahrzeugs mit Anhänger war in Fahrtrichtung Norden unterwegs, als sich aus bisher ungeklärten Gründen ein Rad des Fahrzeugauflegers löste.

Dieses rollte auf die Gegenfahrbahn und touchierte einen entgegenkommenden Reisecar. Dadurch sprang das Rad zurück und prallte in die Frontscheibe eines Autos, das hinter dem Lastwagen herfuhr. Der Aufprall des Rades war so heftig, dass sich der Autofahrer tödliche Verletzungen zuzog. Er verstarb noch auf der Unfallstelle.

Beim Autofahrer handelt es sich gemäss Polizeiangaben um einen 65-jährigen Mann aus dem Kanton Zürich. Der Lastwagenchauffeur aus dem Kanton Tessin sowie der Chauffeur des Reisesbusses aus dem Kanton Jura sowie die 48 Passagiere blieben unverletzt. Sie wurden von einem Care-Team betreut. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30'000 Franken.

Der Tunnel war für die Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie für die Instandstellung von beschädigten Tunneleinrichtungen während rund drei Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Es kam zu Staus vor beiden Tunnelportalen.

Der Unfall-LKW gehört laut dem «Blick» einer Tessiner Transportfirma. Der Chef des Unternehmens, M. B. (61) sei fassungslos. Gegenüber dem «Blick» sagte er am Mittwochabend: «Ich mache mir grosse Sorgen um meinen Fahrer. Er steht sicher unter Schock.» Er habe deshalb seinen Sohn gleich an die Unfallstelle geschickt und veranlasst, dass das Care-Team seinen Mitarbeiter betreut. M. B. glaubt nicht an einen Unfall. Für ihn ist klar: «Das war Sabotage. Jemand hat in der Nacht die Schrauben am Doppel-Rad gelöst. Beide Pneus sprangen ab», sagt er. Wer ihm schaden wolle, wisse er nicht. Nur: «Solche fiesen Vandalenaktionen kommen in der Branche häufiger vor.»

Im Einsatz standen die Schadenwehr Gotthard, der Rettungsdienst Tre Valli Soccorso, die Rega, das Amt für Betrieb Nationalstrassen, zwei Abschleppdienste, die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizeien Tessin und Uri.

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