SCHWERVERKEHR: Gotthard: Astra startet ein Pilotprojekt

Mit Infrarot können Brände an Lastwagen verhindert werden. Das Astra plant nun ein Frühwarnsystem vor dem Gotthardtunnel.

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Beschäftigt noch immer: Der verheerende LKW-Brand im Gotthardtunnel im Oktober 2001. (Bild Keystone/Police Cantonal Tessin/Str)

Beschäftigt noch immer: Der verheerende LKW-Brand im Gotthardtunnel im Oktober 2001. (Bild Keystone/Police Cantonal Tessin/Str)

«Wir planen, Infrarot-Messgeräte am Gotthard zu installieren», teilte Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach am Freitag auf Anfrage mit. Demnach müssten Lastwagen eine Messstation passieren so genannte Thermoportale. Mit Hilfe von Infrarotwellen könnten überhitzte Teile an den Fahrzeugen geortet werden. Denn heissgelaufene Motoren oder Bremsscheiben sind oft die Ursachen von Bränden. Der Clou am System: Die Lastfahrzeuge müssten weder anhalten noch ihr Tempo drosseln. Kostenpunkt: rund 160'000 Franken pro Fahrspur am Gotthard.

Laut Rohrbach werde die Pilot-Anlage in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres montiert und dürfte bis Ende 2010 in Betrieb sein. Der exakte Standort steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass die Anlage auf der Urner Seite des Gotthardtunnels zu stehen kommt.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.