SCHWERVERKEHR: Lastwagenchauffeur trickst bei Ruhezeiten

Die Kantonspolizei Uri ist einem Chauffeur auf die Schliche gekommen, der bei der Registrierung seiner Ruhezeit getrickst hat. Die Ruhezeiten hätten statt mindestens neun Stunden nur zwei bis sechs Stunden gedauert, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

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Ein Polizist mit einer Fahrtenscheibe in der Hand. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ (Archiv))

Ein Polizist mit einer Fahrtenscheibe in der Hand. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ (Archiv))

Der Chauffeur war im letzten Monat während 21 Tagen in Mehrfachbesetzung unterwegs. Während der zweite Chauffeur das Fahrzeug lenkte, steckte er seine Fahrerkarte nicht in den digitalen Fahrtenschreiber. Diese Mitfahrzeit, die gesetzlich nicht als Ruhezeit oder Arbeitspause gilt, wurde somit nicht registriert.

Der Chauffeur unterschritt damit die Ruhezeit deutlich. Die Lenkzeiten fielen viel zu lang aus, statt maximal zehn Stunden 13 bis 43 Stunden, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrzeuglenker musste eine Kaution von mehreren tausend Franken hinterlegen.

Der Chauffeur und sein in Spanien immatrikulierter Sattelschlepper waren am Montag im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld überprüft worden. Dabei stellte sich auch heraus, dass das Fahrzeug 19 Zentimeter zu hoch und 17 Zentimeter zu lang war. (sda)