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SCHWINGEN: Ein Dorf empfängt seine «Bösen»

Andi Imhof und Matthias Herger wurden gestern in Bürglen gefeiert. Das Fest stand im Zeichen einer Ablösung – im doppelten Sinn.
Matthias Herger (links) und Andi Imhof liessen sich gestern Abend in Bürglen feiern. (Bilder Elias Bricker)

Matthias Herger (links) und Andi Imhof liessen sich gestern Abend in Bürglen feiern. (Bilder Elias Bricker)

Elias Bricker

Am Donnerstag wurde in Bürglen tüchtig gefeiert: Rund 200 Freunde, Fans und Bekannte boten Andi Imhof, der am Sonntag das Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest (ISAF) gewonnen hatte, einen gebührenden Empfang. Ebenfalls bejubelt wurde der 20-jährige Bürgler Matthias Herger, der sich in Seedorf seinen ersten Teilverbandskranz sicherte. Angeführt vom Musikverein, marschierten die Schwinger – begleitet von mehreren Fahnendelegationen – von der Kirche zum Schulhaus, wo der Umzug von der Trychlergruppe begrüsst wurde. «Für mich ist es ja nicht der erste Empfang», sagte Imhof. Denn bereits nach seinen Kranzgewinnen an den Eidgenössischen sowie nach seinen Turnfestsiegen wurde für ihn jeweils ein Einzug organisiert. «Trotzdem ist es immer wieder ganz speziell», so Imhof. Nach dem Umzug richteten Gemeinderat Ueli Gisler, Schwingklub-Präsident Richi Arnold sowie René Schuler, Präsident des Urner Schwingerverbands, das Wort an Imhof und die versammelten Fans. «Andi ist ein Garant für den Innerschweizer Verband», sagte Schuler.

Imhof traut Herger noch viel zu

Imhof ist erst der sechste Urner, der das Innerschweizerische gewinnen konnte: 1909 siegte Jakob Schmid aus Erstfeld, 1958 Sepp Zurfluh aus Attinghausen, 1964 Hans Zurfluh aus Seedorf, 1982 Walter Wyrsch aus Bürglen und 1995 Sepp Herger aus Spiringen. Die noch lebenden Sieger waren gestern ebenfalls vor Ort. «Bei mir gabs noch keinen Empfang», erinnert sich Sepp Zurfluh. «Und die Ehrendame traute ich kaum anzuschauen.» Der damals 19-Jährige gewann 1958 völlig überraschend. Der nur 169 Zentimeter grosse Zurfluh ist somit bis heute der jüngste ISAF-Sieger. «Zum Glück hat Joel Wicki am Sonntag nicht gewonnen, sonst hätte er mich abgelöst», so der 76-Jährige. Die beiden bisher letzten Sieger, Walter Wyrsch und Sepp Herger, gehören ebenfalls dem Schwingklub Bürglen an. «Ich freue mich, dass nach genau 20 Jahren endlich wieder einmal ein Urner das Fest gewinnen konnte», sagte Herger. «Für mich war der Sieg damals etwas Grossartiges, an den ich immer wieder gern zurückdenke.» Doch nun sei es Zeit für eine Wachablösung gewesen.

Im Zeichen einer Ablösung stand auch die gestrige Feier. «In zwei, drei Jahren wird Matthias Herger hier ohne mich durchs Dorf marschieren», glaubt Andi Imhof. «Er ist ein Versprechen für die Zukunft.» Dass Herger wie Imhof Turnerschwinger ist, sei zudem nicht die einzige Parallele zwischen ihnen beiden. «Ich gewann vor zehn Jahren ebenfalls in Seedorf meinen ersten Teilverbandskranz. Mal schauen, was Matthias in zehn Jahren gewinnt ...»

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