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SCHWINGEN: Urner sorgen für einen unerwarteten Exploit

Fünf Kränze an einem Innerschweizerischen: Das hat es für die Urner letztmals vor 24 Jahren gegeben. Andi Imhof klassierte sich einmal mehr bei einem Grossanlass an vorderster Front und war als Dritter der beste Urner.
Die fünf Urner Kranzgewinner; von links: Matthias Herger, Stefan Arnold, Andi Imhof, Marco Wyrsch und Andy Murer. (Bild: Paul Gwerder (Alpnach, 2. Juli 2017))

Die fünf Urner Kranzgewinner; von links: Matthias Herger, Stefan Arnold, Andi Imhof, Marco Wyrsch und Andy Murer. (Bild: Paul Gwerder (Alpnach, 2. Juli 2017))

Der Nidwaldner Marcel Mathis gewann am Sonntag im ersten Zug mit Fussstich gegen den Schwyzer Andreas Ulrich eher überraschend das 111. Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest in Alpnach. Wohl nur die grössten Fans aus dem eigenen Lager dürften den 28-jährigen Schwinger aus Büren am Morgen auf der Rechnung gehabt haben. Denn bis am Sonntag hatte der Sennenschwinger und zweifache «Eidgenosse» in dieser Saison noch keine Stricke zerrissen und erst einen einzigen Kranz gewonnen.

Mathis tankte nach den morgendlichen Siegen gegen die «Eidgenossen» Bruno und Reto Nötzli sowie gegen Reto Gloggner viel Selbstvertrauen. Am Nachmittag bodigte er zuerst Bruno Fink und danach auch Damian Egli, bevor er im Schlussgang den Schwyzer Kantonalfestsieger Andreas Ulrich aus Gersau in rekordverdächtig kurzer Gangzeit bodigte.

Bestes Gesamtergebnis seit Sursee 1993

In den vergangenen acht Jahren haben die Urner am Innerschweizerischen jeweils immer nur maximal zwei Kränze gewonnen. Am vergangenen Sonntag kam es aber zu einem nicht unbedingt erwarteten Exploit mit fünf Kränzen. Letztmals hatten sich 1993 fünf Urner von den Kranzjungfern das begehrte Eichenlaub aufsetzen lassen dürfen, und zwar Adelbert Gisler, Bürglen (3.), Raphael Arnold, Attinghausen (4. b), Ambros Arnold, Unterschächen (6. a), Stefan Bissig, Attinghausen (6. f), und Josef Herger, Spiringen (6. h).

Einen souveränen Eindruck an einem Topanlass hinterliess einmal mehr Andi Imhof als drittbester Schwinger auf dem Platz. Nach dem Auftaktsieg gegen Martin Grab konnte er weitere vier Mal den Platz als Sieger verlassen. Nur gegen den Berner Gast Christian Stucki hatte er im dritten Gang keine Chance und verlor diesen Kampf schon nach wenigen Sekunden.

«Ich hatte mit den zwei gewonnenen Gängen zum Auftakt einen guten Start und war auch gegen Stucki parat, aber der Berner war heute einfach stärker», sagte Andi Imhof zu seiner Leistung. Mit Siegen im letzten Gang kamen Stefan Arnold und Marco Wyrsch, beide vom Schwingklub Attinghausen, auf 56,25 Punkte und konnten am Abend ebenfalls den begehrten Kranz abholen. Der Seedorfer Andy Murer (Schwingklub Flüelen) konnte seinen letzten Gegner, Beat Suter, mit der Maximalnote bodigen. Die 56,00 Punkte reichten ebenfalls noch für den Kranz. Er hatte auf der Schlussrangliste drei Siegkreuzlein und drei gestellte Gänge, unter anderem gegen die «Eidgenossen» René Suppiger und Tobias Krähenbühl. «Mit dieser Leistung bin ich zufrieden, auch wenn ich noch nicht weiss, ob es für den Kranz reicht», meinte er kurz nach dem Sieg über Suter. «Meine Gegner kennen inzwischen meine bevorzugten Schwünge, und deshalb ist es ziemlich schwer, einen Sieg zu landen», erklärte Murer nach dem sechsten Gang. Turnerschwinger Matthias Herger, SK Bürglen, hatte ebenfalls das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Auch er holte sich mit 56,00 Punkten noch den Kranz – trotz der Niederlage im letzten Gang gegen den fünffachen «Eidgenossen» Mario Thürig.

Imholz freut sich über gute Leistungen

Gespannt und äusserlich ruhig beobachtete der technische Leiter des Urner Kantonalverbands, Richard Imholz, seine Schwinger im entscheidenden sechsten Gang und meinte: «Ich bin heute schon recht zufrieden, obwohl ich noch nicht genau weiss, wie viele Kränze wir gewinnen werden. Allerdings gab es definitiv Zeiten, in denen es uns viel schlechter lief. Heute konnte ich zufrieden feststellen, dass die Jungen ihre Sache im Sägemehl gut machen. Sie schwingen angriffig, und das wird sich garantiert einmal auszahlen. Wir sind auf dem richtigen Weg», betonte Imholz. Auffallend für die Fans war, wie die Urner ein richtiges Team geworden sind und wie sie sich vor allem im letzten und entscheidenden Gang gegenseitig unterstützten und anfeuerten.

Grosses Pech hatte der Schattdorfer Roger Baumann, der sich im sechsten Gang gegen Philipp Laimbacher am linken Knie eine Verletzung zuzog.

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Aus der Rangliste

1. Marcel Mathis, Büren, 59,50 Punkte; 2. Christian Stucki, Lyss, 58,25; 3. Andi Imhof, Attinghausen, 58,00; ferner: 9. a Stefan Arnold, Attinghausen, 9. b Marco Wyrsch, Attinghausen, je 56,25; 10. b Andy Murer, Seedorf; 10. g Matthias Herger, Bürglen, je 56,00, alle mit Kranz; 11. h Michael Briker, Sisikon, 55,75; 16. i Andreas Arnold, Bürglen, 16. n Raphael Arnold, Bürglen, je 54,50; 18. b Michael Zurfluh, Attinghausen, 54,00; 21. a Fabian Arnold, Bürglen, 53,25.

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