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SCHWINGEN: Urner wollen am «Eidgenössischen» vorne mitmischen

Sie sind Turner und heissen beide Andi: Imhof und Murer bereiten sich momentan in Tenero auf das «Eidgenössische» vor.
Interview Florian Arnold
Andi Murer (links) und Andi Imhof trainieren in Tenero. (Bild Florian Arnold)

Andi Murer (links) und Andi Imhof trainieren in Tenero. (Bild Florian Arnold)

In vier Wochen ist es soweit: Am Wochenende vom 26. bis 28. August findet in Estavayer-le-Lac im Kanton Freiburg das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest statt. Zwar wird der Innerschweizer Schwingerverband erst noch entscheiden, welche Urner ans «Eidgenössische» dürften. Trotzdem sind die Urner Kranzschwinger nun voll am Trainieren – so auch Andi Imhof vom Schwingklub Bürglen und Andi Murer vom Schwingklub Flüelen.

Vierzig Kinder halten sie auf Trab

Die beiden Turnerschwinger wissen inzwischen, worauf es an einem «Eidgenössischen» ankommt. Der 31-jährige Imhof ist aktuell der erfolgreichste Urner Schwinger. 56 Kränze im Schwingen und 49 Kränze im Nationalturnen hat der Attinghauser bisher gewonnen. Zudem konnte er sich sowohl 2010 als auch 2013 eidgenössisches Eichenlaub aufsetzen lassen. Der 22-jährige Murer aus Seedorf, der in seiner Aktivzeit bisher neun Kränze gewann, konnte am letzten «Eidgenössischen» vor drei Jahren alle acht Gänge bestreiten.

Momentan sind die beiden aber als Leiter in einem Juniorenlager im Tessin im Einsatz. Dort betreuen sie rund vierzig Urner Jungschwinger und Nationalturner.

Andi Imhof und Andi Murer, Sie sind zurzeit in einem Juniorenlager in Tenero. Müssten Sie so kurz vor dem «Eidgenössischen» nicht zu Hause am Trainieren sein?

Imhof: Man muss sich sicher auf die eigene Leistung konzentrieren. Aber wir haben hier in Tenero auch die Möglichkeit für uns selber zu trainieren. Für zwei Tage waren noch mehr Kranzschwinger da, die uns gefordert haben. Man kann nicht den ganzen Tag Vollgas geben. Da bleibt auch noch Zeit für die Jungen.

Murer: Jugendförderung ist extrem wichtig. Und wenn man das noch mit dem eigenen Training verbinden kann, ist das ein Gewinn für alle. Ich persönlich profitiere natürlich am meisten von Andi Imhof, dem zweifachen Eidgenossen.

Wie steht es ums Training für das «Eidgenössische»?

Murer: Ich bin sicher auf keinem schlechten Trainingsstand. Es gibt einiges, das ich noch genauer anschauen und verbessern muss.

Imhof: Der Fahrplan stimmt, ich bin dort, wo ich stehen will. Jetzt kommen die letzten Finessen. Aber viel kann man sicher nicht mehr machen, höchstens vielleicht in der Schnellkraft. Den jetzigen Stand versucht man ans «Eidgenössische» rüber zu nehmen. Ich gehe guten Mutes.

Was läuft jetzt noch bis zum grossen Moment?

Imhof: Vorerst gilt es, diese Woche gut über die Runden zu bringen. Die Innerschweizer Schwinger werden noch mindestens zweimal miteinander trainieren. Zudem nehme ich am 7. August auch noch am Urnerboden-Schwinget und am 14. August am Frutt-Schwinget auf der Melchsee-Frutt teil. Das werden nochmals richtige Formtests.

Aber die Kräfte werden Sie wohl fürs «Eidgenössische» aufsparen?

Imhof: Man hängt sich genau gleich rein wie in ein anderes Schwingfest. Wenn man nur «halbbatzig» dabei ist, steigt das Unfallrisiko umso mehr. Es gibt nichts anderes als Vollgas.

Andi Murer, was läuft bei Ihnen noch?

Murer: Es sieht sehr ähnlich aus wie bei Andi Imhof. Ich kann in diesem Jahr aber auch noch zusätzlich am Bergfest auf der Schwägalp teilnehmen. Dieses findet am 14. August statt. Für mich ist das ein grosses und besonderes Fest, weil ich das erste Mal daran teilnehmen kann – eine Gelegenheit, wie das «Eidgenössische» auch.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt für das «Eidgenössische»?

Murer: Beim letzten Mal, 2013 in Burgdorf, konnte ich acht Gänge bestreiten. Das muss auch diesmal wieder mein Ziel sein. Und natürlich möchte ich um einen Kranz schwingen oder zumindest in dieser Gegend Luft schnuppern.

Imhof: Mein Ziel ist es, den dritten eidgenössischen Kranz zu holen, was vor mir noch nicht manchem Urner gelungen ist. Das ist ein grosses Ziel, das ich erreichen möchte. Alles andere lassen wir offen.

Welches ist Ihr Angstgegner?

Imhof: Da gibt es keinen.

Murer: Andi Imhof (lacht). Nein, es gibt natürlich keinen.

Interview Florian Arnold

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