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SCHWINGEN: Vier «Chrampfer» werden speziell geehrt

Sepp Schilter aus Flüelen löst den Seedorfer René Schuler als Präsident des Urner Kantonalen Schwingerverbands ab. Aus sportlicher Sicht werden die Augen der Urner im Jahr 2018 nach Attinghausen gerichtet sein.
Paul Gwerder
Die neugewählten Ehrenmitglieder des Urner Kantonalen Schwingerverbandes, flankiert von den Ehrendamen; von links: Raphael Arnold, Peter Achermann, René Schuler und David Zurfluh.B (Bild: ilder: Paul Gwerder (Attinghausen, 21. Januar 2018))

Die neugewählten Ehrenmitglieder des Urner Kantonalen Schwingerverbandes, flankiert von den Ehrendamen; von links: Raphael Arnold, Peter Achermann, René Schuler und David Zurfluh.B (Bild: ilder: Paul Gwerder (Attinghausen, 21. Januar 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Der Jodlerklub Tälläbuebä begrüsste die 86 stimmberechtig­-ten Mitglieder und 30 Gäste zur 101. DV des Urner Kantonalen Schwingerverbands (UKSV) in der Schwinghalle Attinghausen. «Für mich war die Feier zum 100-Jahr-Jubiläum des UKSV vom 21. Oktober 2017 der absolute Höhepunkt», hielt Präsident René Schuler in seinem Jahresbericht fest. Rund 230 Mitglieder und Gäste hätten in Schattdorf einen sehr schönen und unvergesslichen Anlass erleben dürfen.

Die schwingerische Krönung auf nationaler Ebene sei zweifellos der Unspunnen-Schwinget in Interlaken gewesen. «Ich bin voll motiviert, mich auch weiterhin im Vorstand des Innerschweizer Schwingerverbands (ISV) zu engagieren, und werde dort die Anliegen der Urner nach bestem Wissen und Gewissen vertreten und nach gemeinsamen, tragfähigen Lösungen suchen», versprach René Schuler.

Gelungenes «Kantonales» im Urner Hauptort

Aus Urner Sicht wird in diesem Jahr das Kantonalschwingfest in Attinghausen vom 3. Juni das absolute Highlight sein. Der OK-Präsident des «Kantonalen» 2017 in Altdorf, Max Gisler, überreichte seinem Nachfolger in Attinghausen, Alois Zurfluh, zum Start der Gabensammlung eine kostbare Tryychlä. «Wir hatten vor 3000 Zuschauern ein wunderschönes Fest mit rund 200 Schwingern bei schönstem Wetter und mit dem Luzerner Sven Schurtenberger einen verdienten Sieger», fasste Max Gisler das Fest im Hauptort zusammen. Und Alois Zurfluh sagte: «Wir werden in Attinghausen ein Kantonalfest im gleichen Rahmen wie üblich auf die Beine stellen und hoffen auf ein bisschen Wetterglück.»

Der technische Leiter des UKSV, Richard Imholz, war mit der vergangenen Saison und den erzielten 26 Kränzen (vier mehr als im Vorjahr) im Grossen und Ganzen zufrieden. «Besonders erfreulich war für mich, dass wir drei Neukranzer in unseren Reihen feiern konnten», so Imholz. «Das neue Beschickungsrecht hat für uns auch Vorteile», erklärte er. «Nun können wir unsere Startplätze auf alle Innerschweizer Kantonalfeste verteilen, und so haben wir überall Chancen, mehr Kränze zu erkämpfen.» Eine kleine Sensation gab es aus seiner Sicht am «Innerschweizerischen» in Alpnach. Dort konnten die Urner Schwinger erstmals nach 24 Jahren wieder fünf Kränze gewinnen. Erfreulich war ebenfalls der Sieg von Andi Imhof auf dem Haldi. Der letzte Urner, der dieses Bergfest gewinnen konnte, war Ambros Arnold im Jahr 2001 gewesen.

Weiterhin grosse Anstrengungen nötig

Die Jungschwinger konnten zusätzlich zu ihren Klubtrainings an sechs kantonalen Übungseinheiten teilnehmen, zu denen durchschnittlich 28 Burschen erschienen. Bei den Jungschwingern überraschte Janis Arnold mit Jahrgang 2008 vom SK Schattdorf. Er wurde Kategoriensieger in Attinghausen und an den auswärtigen Festen in Engelberg und Flüeli-Ranft. Kein Wunder also, dass er die Jahreswertung der Jungschwinger mit 34 Punkten vor Peter Zberg (27) und Lukas Bissig (24) gewann. «Insgesamt holten unsere ‹Büäbäschwinger› 8 Kategoriensiege (Vorjahr 7) und 251 (248) Auszeichnungen», sagte der zufriedene technische Leiter Jungschwingen, Beni Zurfluh. «Diese Resultate zeigen auf, dass die Urner Schwinger auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem müssen wir weiterhin grosse Anstrengungen unternehmen, um den Bestand zu festigen und wenn möglich auszubauen», betonte Präsident René Schuler.

Trotz der sehr grossen Popularität und steigender Medienpräsenz sank der Mitgliederbestand des UKSV um 39 Personen auf 1664. Darunter sind 69 Aktive und 103 Jungschwinger.

Kassier Samuel Arnold musste einen Verlust von 17081 Franken ausweisen, dies bei Ausgaben von 51077 Franken. Ein wesentlicher Grund für das grosse Defizit war der einkalkulierte Beitrag von 12000 Franken an die Jubiläumsfeierlichkeiten.

Wechsel an der Verbandsspitze

Verbandspräsident René Schuler, der den UKSV seit 2013 leitete, trat zurück. Als Nachfolger wurde Vizepräsident Sepp Schilter vom SK Flüelen gewählt. Ebenfalls demissioniert hatte Medienchef David Zurfluh. Neu in den Kantonalvorstand gewählt wurden als Medienchef Michael Arnold (SK Schattdorf) und als Mitglied Simon Stadler (SK Flüelen). Weiter gehören dem Vorstand an: Richard Imholz (technischer Leiter 1), Richard Gisler (technischer Leiter 2), Beni Zurfluh (technischer Leiter Jungschwingen), André Fedier (Materialverwalter) und Samuel Arnold (Kassier).

Grosses Lob vom Urner Sportdirektor

Die Delegierten ernannten Ruedi Gisler (SK Bürglen) und Edi Gisler (SK Schattdorf) zu Veteranen. Mit der Ehrenmitgliedschaft wurden Peter Achermann (Präsident des ISV), Raphael Arnold, René Schuler und David Zurfluh ausgezeichnet.

Die vier neuen Ehrenmit­glieder sind alle bekannt als «Chrampfer» in ihren Klubs oder im Verband. Raphael Arnold (SK Attinghausen) war ein ehr­geiziger und talentierter Schwinger mit 14 Kranzerfolgen. Peter Achermann (SK Flüelen) hatte seine grössten Erfolge im Nationalturnen. Er setzt sich seit lan­ger Zeit vorbildlich für den Schwingsport ein und ist zudem seit 2014 Präsident des ISV. David Zurfluh (SK Attinghausen) ist ein leidenschaftlicher Anhänger des Schwingsports und war seit 2004 Medienchef des UKSV. René Schuler (SK Altdorf) gewann im Jahr 1997 seinen ersten Kranz. Im Klub hatte er fast alle Chargen inne und war immer als fleissiger Gabensammler unterwegs. Zudem ist er seit 2014 im Vorstand des ISV tätig.

Landammann Beat Jörg gratulierte den Schwingern zu ihren Erfolgen. «Ich kann immer wieder feststellen, dass die Urner im Sägemehlring hart und mit grossem Einsatz kämpfen, aber nach dem Wettkampf kenne ich die Schwinger als gemütliche und sozial tickende Menschen», so der Urner Sportdirektor.

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