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Schwingervolk trotzt am Urner Kantonalen dem garstigem Wetter

2800 Besucher verfolgten am Sonntag, 12. Mai, das Urner Kantonale Schwingfest bei wechselhaftem Wetter und kühlen Temperaturen. Dieser Volksfestcharakter imponierte auch jene Zuschauer, die den Schwingersport bis dahin nicht kannten.
Paul Gwerder
Trotz schlechtem Wetter waren die Tribünen gut besetzt. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)Trotz schlechtem Wetter waren die Tribünen gut besetzt. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)
2800 Besuchern verfolgten die teils spektakulären Wettkämpfe am Urner Kantonalen Schwingfest in Bürglen. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)2800 Besuchern verfolgten die teils spektakulären Wettkämpfe am Urner Kantonalen Schwingfest in Bürglen. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)
Auch die Küche war währschaft. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)Auch die Küche war währschaft. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)
Der Jodlerklub Tälläbuebä umrahmte den Festakt musikalisch. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)Der Jodlerklub Tälläbuebä umrahmte den Festakt musikalisch. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)
Die «Rächelibüebä» sorgten für einen schönen Sägemehlring. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)Die «Rächelibüebä» sorgten für einen schönen Sägemehlring. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)
Der kostbare Gabentempel war ein Besuchermagnet. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)Der kostbare Gabentempel war ein Besuchermagnet. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)
Die Militärpelerinen schützten die Gäste vor Regen und Kälte. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)Die Militärpelerinen schützten die Gäste vor Regen und Kälte. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)
OK-Präsident Hansueli Gisler bei der Festansprache. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)OK-Präsident Hansueli Gisler bei der Festansprache. (Bild: Paul Gwerder, Bürglen, 12. Mai 2019)
Trotz nasskaltem Wetter brauchten die Schwinger ab und zu eine Erfrischung. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)Trotz nasskaltem Wetter brauchten die Schwinger ab und zu eine Erfrischung. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)
Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe interessiert. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe interessiert. (Bild: Urs Hanhart, Bürglen, 12. Mai 2019)
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Impressionen des Urner Kantonalen Schwingfests in Bürglen

Das nasskalte Wetter und Temperaturen um 7 Grad waren nicht gerade das, was sich die Schwinger und Besucher am Sonntag, 12. Mai, am Urner Kantonalen Schwingfest in Bürglen wünschten – und drückte deshalb auf die Stimmung. Trotzdem waren die Tribünen beim Sportplatz Loch um 8 Uhr morgens bereits gut besetzt mit Besucherinnen und Besuchern, die in Militärpelerinen dem Regen trotzten. Einer von ihnen war der 63-jährige Walter Wyrsch aus Bürglen. Er war der letzte Einheimische, der im Jahr 1985 als Festsieger des «Kantonalen» vom Platz gehen konnte. «Ich gewann damals im Schlussgang gegen Josef Durrer aus Wolfenschiessen, den ich schon im vierten Gang bezwingen konnte», erinnerte sich Wyrsch.

Der Schwingklub Bürglen freute sich, den Ehrentag der Urner Schwinger bereits zum 15. Mal organisieren zu dürfen. Das 25-köpfige OK sorgte zusammen mit fast 300 Helferinnen und Helfern dafür, dass es den Besuchern an nichts fehlte. Um 7.15 Uhr begrüssten OK-Präsident Hansueli Gisler und Einteilungspräsident Mario Herger die 204 antretenden Athleten, unter ihnen zwölf «Eidgenossen», auf dem Schwingplatz, um sie auf die Regeln aufmerksam zu machen. Für Gisler ist es wichtig, die traditionellen Werte des Schwingsports hochzuhalten und damit eine unvergessliche Atmosphäre zu erhalten.

Im prächtigen Gabentempel dominierten die Bikes

Der reichhaltige Gabentempel, der von Richard Arnold und Daniel Gisler zusammengestellt worden war, war ein besonderer Besuchermagnet. Auffallend waren die zwölf Bikes, die auf die Schwinger warteten. «Besonders beliebt bei den Schwingern sind heute neben den Sportgeräten auch Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen oder Fernsehgeräte sowie Werkzeug, Gartengeräte und Geschenkgutscheine», erklärte Daniel Gisler. Daneben dürfen aber auch die traditionellen Gaben wie Glocken, Truhen und Stabellen nicht fehlen.

Neben den drei Lebendpreisen – Stier Viktor OB, Rind Sevilla und Rind Granada – war eine von den Schwingerfreunden Andermatt gespendete wunderschöne Tryychlä mit einem Wert von rund 2500 Franken einer der kostbarsten Preise.

«Dieses Jahr war es ein bisschen schwieriger, die Preise zusammenzubringen, denn es gab ‹Konkurrenz› durch das Haldiberg-Schwingfest und den Innerschweizer Verbandsanlass in Flüelen», gab Richard Arnold zu bedenken. Trotzdem fanden wir schlussendlich genügend Sponsoren, und auch die Ehrenmitglieder zeigten sich wie immer recht grosszügig.»

Schwingen begeistert Prominenz aus Wirtschaft und Politik

Beim traditionellen Apéro trafen sich Mitglieder des OK mit den zahlreichen Sponsoren und vielen Urner Politikern. Die Urner Kantonalbank (UKB), welche den Siegermuni Viktor OB gespendet hat, war vertreten durch CEO Christoph Bugnon. «Schwingfeste passen perfekt zur Philosophie unserer Bank», sagte er. Deshalb unterstütze die UKB gerne solche und auch andere Sportanlässe im Kanton Uri. «Ich persönlich finde den Schwingsport, den ich erst richtig seit meinem Engagement bei der UKB im Kanton Uri kennen lernte, faszinierend», verriet Bugnon weiter. «Hier werden noch die Traditionen hochgehalten. Und ich stelle immer wieder fest, wie fair es in dieser Sportart zu und her geht.»

Auch der Urner Landratspräsident, Peter Tresch, gefällt es in den Schwingerkreisen bestens, wie er verriet. «Ich verstehe zwar nicht viel von diesem Sport und weiss gerade mal, dass derjenige, der seinem Gegner den Rücken abwischt, der Sieger ist», sagte Tresch mit einem Schmunzeln. Auf seine Einladung hin ist auch der Gemeinderatspräsident von Zürich, Heinz Schatt, nach Bürglen gekommen. Er sei zum ersten Mal an einem Schwingfest, aber sehr beeindruckt von diesem urchigen Sportanlass. «Das Schöne daran ist, dass es hier so friedlich zu und her geht und ich weit und breit keine Securitas oder Polizei sehe», meinte Schatt.

Verbandsarzt Didi Schmidle und acht Samariter auf dem Platz sorgten für eine gewisse Beruhigung für den Veranstalter, die bei einem Unfall den verletzten Schwinger in guten Händen wissen. «Kaltes und schlechtes Wetter ist besser für uns, denn da gibt es in der Regel weniger Verletzungen bei den Schwingern, da sie sich konzentrierter aufwärmen», sagte der bekannte Sportarzt, der schon 15 Jahre für den Innerschweizer Schwingerverband im Einsatz steht. Gestern hatten er und die Samariter wenig Arbeit. Ausser ein paar kleiner Blessuren gab es nichts zu behandeln.

Erster Kranzerfolg für Jonas Gisler aus Spiringen

Beim feierlichen Festakt, der angeführt vom Musikverein Bürglen stattfand, durfte der OK-Präsident Gisler von seinem Vorgänger aus Attinghausen, Alois Zurfluh, die Kantonalfahne für ein Jahr übernehmen. «Mit Ihrem Besuch am Kantonalschwingfest zeigen Sie ihre Verbundenheit zu unserem schönen Nationalsport», sagte Gisler bei der Festansprache zu den Gästen.

Auch aus sportlicher Sicht gab es Erfreuliches aus den Urner Kreisen: So konnte der 18-jährige Turnerschwinger Jonas Gisler aus Spiringen seinen ersten Kranzerfolg feiern. Daneben gewannen noch folgende sechs Urner Schwinger den begehrten Kranz: Matthias Herger, Andi Imhof, Michael Zurfluh, Fabian Herger, Marco Wyrsch, Andy Murer.

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