SCHWINGFEST: Rinder warten auf Schwinger

Am Urner Kantonalen in Erstfeld werden über 2000 Zuschauer erwartet. Der Siegerpreis heisst Camilla und ist drei Jahre alt.

Paul Gwerder
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Rind Camilla, gespendet von den Schwingerfreunden Andermatt. (Bild: Paul Gwerder)

Rind Camilla, gespendet von den Schwingerfreunden Andermatt. (Bild: Paul Gwerder)

Der Schwingklub Erstfeld organisiert nach 2009 bereits wieder ein Urner Kantonales Schwingfest. Es findet am Sonntag, 25. Mai, auf dem Jagdmattgelände statt. Das OK unter der bewährten Leitung von Benj Furger wird mit grossem Einsatz alles unternehmen, damit das 93. Kantonale für alle Festbesucher ein besonderes Erlebnis wird. Furger zeigt sich äusserst beeindruckt, wie seine OK-Kollegen die Arbeiten an die Hand nehmen. Die Vorbereitungen laufen im Zeitplan. Damit ein solcher Anlass überhaupt stattfinden kann, braucht es im Vorfeld und während des Wettkampfs viele freiwillige und pflichtbewusste Helfer. Rund 250 stehen in Erstfeld im Einsatz. Massgeblich zur Durchführung tragen auch der starke Rückhalt in der Bevölkerung, wohlgesinnte Behörden, Gabenspender, Gönner und Sponsoren bei.

Camilla in Hospental gezüchtet

Die Schwingerfreunde Andermatt spenden am Urner Kantonalen den Siegerpreis: Das fast dreijährige Rind Camilla, das von Bernhard Regli in Hospental gezüchtet wurde. Ziel dieser aus dreizehn Mitgliedern bestehenden Männerrunde ist es, gemeinsam Schwingfeste zu besuchen. Die Schwingerfreunde Andermatt treten aber auch als Sponsoren oder als Gabenspender immer wieder in Erscheinung.

Der zweite Lebendpreis ist das eineinhalbjährige Rind Britta von Züchter Thomas Zurfluh aus Erstfeld. Gespendet wird es von der Firma Herb Systemtechnik, Erstfeld. Daneben ist es den Verantwortlichen Robi Indergand, Roland Tresch und Josef Zgraggen gelungen, einen schönen Gabentempel zusammenzustellen.

Kein Verschiebedatum

Für die über 2000 Zuschauer, die erwartet werden, stehen nummerierte Sitzplätze, eine kleine Tribüne und Rasensitzplätze sowie genügend Stehplätze zur Verfügung. Es wird kein Verschiebedatum und kein Vorverkauf geben.

Der Schwingsport ist im Trend. OK-Chef Benj Furger will aber ganz bewusst auch an den traditionellen Werten festhalten: «Nebst dem Sport soll in Erstfeld auch das Brauchtum nicht zu kurz kommen – so gibt es neben dem Schwingen die traditionelle Sonntagsstille und am Nachmittag einen farbenprächtigen Festakt. Zudem begleiten Alphornbläser, Fahnenschwinger, Jodellieder und volkstümliche Musik das Fest während des ganzen Tages.»

Am Samstag, 24. Mai, findet ein Unterhaltungsabend im Pfarreizentrum mit Kindertanzgruppe, Trachtenchor, Trachtentanzgruppe, Line Dance Uri und Kleinchor Bärlibutz statt. Die Ländlerkapelle Echo vom Gitschä spielt zum Tanz auf.

Die Lebendpreise: Rind Rita, gespendet von Herbsystemtechnik AG (Bild: Paul Gwerder)

Die Lebendpreise: Rind Rita, gespendet von Herbsystemtechnik AG (Bild: Paul Gwerder)