Schwingklub Flüelen

Der langjährige Vizepräsident Markus Bricker tritt ab

Die Mitglieder des Schwingklubs konnten anstelle der Generalversammlung schriftlich über die anstehenden Geschäfte befinden. Ob es dieses Schwingfeste geben wird, ist ungewiss.

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Markus Bricker alias John Deere gibt seinen Posten als Vizepräsident ab.

Markus Bricker alias John Deere gibt seinen Posten als Vizepräsident ab.

Bild: PD
(pd/lur)

Es hätte ein spezielles Jahr werden sollen – und das wurde es auch, aber nicht so, wie geplant. Statt den Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum dominierte im vergangenen Jahr die Pandemie das Vereinsleben des Schwingklubs Flüelen: Der Ehrenmitgliederhock wurde wegen des Lockdowns im März abgesagt, der Trainingsbetrieb eingestellt. Wegen der noch immer hohen Ansteckungszahlen entschied der Vorstand bereits vor Wochen, die traditionelle Generalversammlung im Restaurant Linde abzusagen. Stattdessen befanden die Klubmitglieder nun im schriftlichen Zirkulationsverfahren über die anstehenden Geschäfte. 57 Personen nahmen diese Gelegenheit wahr.

Im Zentrum des Zirkulationsverfahrens standen die Wahlen. Markus Bricker, besser bekannt unter seinem Übernamen «John Deere», hat den Vorstand nach 18 Jahren verlassen. Davon war er zwölf Jahre lang Vizepräsident und Materialverwalter. Während dieser Zeit hatte er diverse Klubanlässe mitorganisiert, dabei unzählige Male die Verpflegung koordiniert und sich an verschiedenen Schwingfesten als Festwirt betätigt. Auf seine Stelle rückt nun der bisherige Beisitzer Remo Murer nach. Hannes Briker wurde neu als Beisitzer gewählt. Im Vorstand bestätigt wurden zudem Aktuar Andy Murer und der technische Leiter Michi Briker.

Medienberichterstatter Flavio Gisler hat nach acht Jahren ebenfalls seine Demission eingereicht. Sein Amt übernimmt nun Jacqueline Stampfli. Wiedergewählt wurde der erste Revisor Enio Baldini sowie der Kampfrichter Devin Rodriguez, der diese Aufgabe seit 2013 ausführt. Als neuer Kampfrichter wurde zudem Aaron Arnold anstelle von Ivo Schumann ernannt. Letzterer hatte dieses Amt insgesamt fünf Jahre inne. Die Ehrungen für die verdienten Mitglieder wurden auf die GV 2022 verschoben.

Durchführung von Schwingfesten ist ungewiss

Der Präsident Christian Arnold und der technische Leiter Michi Briker blickten in ihrem schriftlich abgefassten Jahresbericht auf ein turbulentes Jahr zurück. Die Aktivschwinger konnten 2020 keinen einzigen Wettkampf bestreiten. Bis Mitte März konnten die Aktiven zwar noch normal trainieren, dann wurden sie vom Lockdown ausgebremst. Erst ab Mai fanden wieder Konditionstrainings statt – unter Einhaltung der Mindestabstände. Schwingtrainings waren lediglich von Juni bis Oktober möglich. Inzwischen sind Kontaktsportarten für Personen über 16 Jahre aufgrund der Ansteckungsgefahr wiederum verboten und ein Ende dieses Verbots ist noch nicht absehbar. Daher ist es ungewiss, ob und in welcher Form im aktuellen Jahr Schwingfeste stattfinden werden.

Weil im Juli 2020 auch das Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest in Ibach nicht wie geplant stattfinden konnte, bleibt die Fahne des Innerschweizer Schwingerverbands ein weiteres Jahr in der Obhut des Schwingklubs Flüelen. Paul Zwyer ist somit wohl der einzige Verbandsfähnrich der Geschichte, der länger als ein Jahr im Amt bleibt.

Paul Zwyer ist auch 2021 Fähnrich des Innerschweizer Schwingverbands.

Paul Zwyer ist auch 2021 Fähnrich des Innerschweizer Schwingverbands.

Bild: PD

Valentin Arnold ist der Fleissigste

Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 kam auch der Trainingsbetrieb der Jungschwinger zum Erliegen. Erst im Sommer konnten sie wieder ins Sägemehl steigen. Der Schwingklub musste dafür jedoch ein Schutzkonzept erarbeiten. Auch für den Nachwuchs gab es keine Wettkämpfe, aber immerhin konnte der Schnuppertag im September ordentlich durchgeführt werden.

Im Jahresbericht des Präsidenten und Jungschwingleiters Christian Arnold werden auch die trainingsfleissigsten Jungschwinger des vergangenen Jahres geehrt. Es sind dies: Valentin Arnold (28 Trainings), David Arnold (24), Markus Ziegler (23), Mauro Bucheli und Lukas Ziegler (je 22) sowie Nik Burri, Bledijon Shaqiri und Marcus Marty (je 19). Im Verlauf des vergangenen Jahres erhielt der Klub zudem neue Trainingsjacken und Mützen. Zudem wurden die Zeltpavillons, welche die Schwinger jeweils an die Wettkämpfe mitnehmen, neu beschriftet.