Schwingklub Erstfeld startet ins Jubiläum

Der SK Erstfeld wird 100-jährig. Im vergangenen Jahr sorgte vor allem der Nachwuchs für Furore.

Paul Gwerder
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Die beiden frisch gewählten Ehrenmitglieder Thomas Zurfluh (links) und Toni Furger mit Präsident Roland Tresch.

Die beiden frisch gewählten Ehrenmitglieder Thomas Zurfluh (links) und Toni Furger mit Präsident Roland Tresch.

Bild: Paul Gwerder

Es war die 100. Generalversammlung, zu der sich der Schwingklub Erstfeld am vergangenen Samstag, 4. Januar, traf. 48 Mitglieder und fünf Gäste nahmen teil. Für Präsident Roland Tresch waren das Urner kantonale Schwingfest in Bürglen mit Sieger Pirmin Reichmuth und das Eidgenössische Schwingfest in Zug die Höhepunkte. Ein weiteres Highlight war das vereinseigene Schwingfest mit Gästen aus dem Tessin. Als Sieger liess sich dort Altmeister Michael Indergand feiern, während Peter Zberg den Nachwuchs deutlich dominierte, so der Präsident.

Der Schwingklub Erstfeld hat zurzeit 332 Mitglieder, das sind drei weniger als im Vorjahr. Für Kassier Martin Walker war es ein aktives Jahr. Er musste einen Verlust von 5156 Franken bekannt geben. «Ein wesentlicher Grund für das Defizit sind die Gaben für das Klubschwinget, so der Kassier. Zudem wurden dem OK für das Urner Kantonalschwingfest 2000 Franken zur Verfügung gestellt.

Pius Püntener wird technischer Leiter

Der langjährige technische Leiter, Thomas Furger, hat seinen Rücktritt eingereicht. Er bleibt aber als Beisitzer weiterhin im Vorstand. Als Nachfolger konnte der bisherige Beisitzer Pius Püntener gewonnen werden, der einstimmig gewählt wurde. Präsident Roland Tresch und Sekretär Christian Gisler sind für zwei weitere Jahre mit Applaus bestätigt worden.

Weiter sind im Vorstand: Daniel Püntener (Vizepräsident), Martin Walker (Kassier) und Urs Furrer. Die zur Wahl stehenden «Buäbätrainer» Sandro Furger und Sebastian Walker liessen sich für ein weiteres Jahr bestätigen. Kampfrichter Fabian Kempf hat seine Demission eingereicht. Die Suche nach dessen Nachfolger geht weiter. Als Materialverwalter ist Fabian Arnold wiedergewählt worden.

Zberg ist ein Versprechen für die Zukunft

An insgesamt 14 Schwingfesten ergatterten die «Buäbäschwinger» 28 Auszeichnungen. Die Hälfte davon ging an das grosse Nachwuchstalent, Peter Zberg, aus Bristen. Er stand zudem in der vergangenen Saison an acht Festen im Schlussgang und dabei konnte er sogar fünf Festsiege feiern. Peter Zberg mit Jahrgang 2004 kann dieses Jahr erstmals bei den Aktiven schwingen und er gehört zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Kilian zu den grossen Hoffnungsträgern des SK Erstfeld. Eine ebenfalls starke Saison zeigte Mario Zgraggen (Jahrgang 2006), der acht Auszeichnungen gewann und zudem der Trainingsfleissigste war: 40 Mal war er im Schwingkeller anzutreffen. Die vier Aktivschwinger nahmen an insgesamt 15 Schwingfesten teil. Weder Marco Jauch, Marco Epp, Remo Zgraggen noch Kilian Zberg reichte es für eine Auszeichnung. Der Stärkste dieses Quartetts, Kilian Zberg, fiel schon frühzeitig wegen einer gravierenden Verletzung die ganze Saison aus. «In den nächsten Wochen sollte Kilian Zberg das Schwingtraining wieder aufnehmen können», hofft der technische Leiter, Thomas Furger.

Für Präsident Roland Tresch war es eine grosse Ehre, Toni Furger und Thomas Zurfluh als Ehrenmitglieder vorzuschlagen. «Ich persönlich kenne die zwei unermüdlichen Helfer seit 1993. Und während dieser Zeit und wahrscheinlich auch in den früheren Jahren waren sie bei jedem Schwingfest mit ihren Maschinen zur Stelle und halfen beim Auf- oder Abbau des Schwingplatzes immer tatkräftig mit», so Tresch.

Mit viel Applaus wurde Furger und Zurfluh die Ehrenmitgliedschaft erteilt. Zu Freimitgliedern wurden von den Schwingerfreunden Andermatt Hambä Russi, Karl Poletti und Alois Zopp sowie Markus Loretz (Bristen) ernannt.

«In diesem Jahr wird der Schwingklub Erstfeld hundert Jahre alt und dieses Fest werden wir am 2. Mai richtig feiern», prophezeite OK-Präsident Benj Furger. Zuerst wird es am Nachmittag einen Festgottesdienst und nach dem Nachtessen einen Unterhaltungsabend im Pfarreizentrum geben. Als Höhepunkt wird an diesem Abend die Jubiläumsfestschrift veröffentlicht.

Drei Lebendpreise werden gesponsert

Robi Indergand, OK Präsident des Urner Kantonalen Schwingfestes vom 7. Juni in Erstfeld orientierte: «Ich habe ein gut aufgestelltes OK mit zahlreichen jungen Leuten und stecken zurzeit mitten in den Vorbereitungen.» Wie er verriet, wird es drei Lebendpreise geben. Diese werden gespendet von den Schwingerfreunden Andermatt, Intschi und der Firma Hesag-Systemtechnik mit Willi Herb an der Spitze.

Beni Zurfluh, technischer Leiter Jungschwingen des Urner Kantonalen Schwingerverbands, gratulierte zum 100-jährigen Bestehen. «Persönlich haben mich die Erfolge der Nachwuchsschwinger gefreut, denn diese liegen mir besonders am Herzen», sagte Beni Zurfluh an der GV.