SCHWYZ / URI: Profilierungsarbeiten für neue Axenstrasse

Das Projekt für die neue Axenstrasse wird ab dem 15. Oktober in den betroffenen Gemeinden in den Kantonen Schwyz und Uri öffentlich aufgelegt. Im Gelände werden die geplanten Bauten des Nationalstrassen-Projekts mit Profilstangen erstmals sichtbar gemacht.

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Die Umrisse der überirdischen Bauten der neuen Axenstrasse werden durch die Profile sichtbar. (Bild: PD)

Die Umrisse der überirdischen Bauten der neuen Axenstrasse werden durch die Profile sichtbar. (Bild: PD)

Gekennzeichnet werden sollen zwischen Ingenbohl und Sisikon die geplanten Tunnelportale, Lüftungszentralen, Galerien, Stützmauern und der offene Strassenverlauf, wie das Schwyzer Tiefbauamt am Donnerstag mitteilte. Dasselbe gelte für die flankierenden Massnahmen im Bereich der bestehenden Axenstrasse.

Das Dossier zum Ausführungsprojekt soll ab dem 15. Oktober 2014 während 30 Tagen in Ingenbohl, Riemenstalden, Morschach und Sisikon sowie im Baudepartement Schwyz und in der Baudirektion Uri öffentlich aufgelegt werden. Einsprachen gegen das Projekt nimmt das Eidgenössischen Departement Umwelt, Verkehr und Energie (UVEK) entgegen. Die Bauherren – die Kantone Schwyz und Uri – hoffen, innerhalb eines Jahres die Plangenehmigung des Bundes zu erhalten.

Eröffnung für 2025 vorgesehen

Die Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen wurde seit den 1930er Jahren mehrmals saniert und ausgebaut. Trotzdem genügt sie gemäss dem Bund den heutigen Anforderungen etwa bezüglich Sicherheit nicht mehr.

Ab 2017 soll darum zwischen Ingenbohl vor Brunnen und Gumpisch bei Sikison eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen.

Der Bau der neuen Strasse mit zwei Tunnels kostet geschätzte 980 Millionen Franken. Hinzu kommt die Sanierung der bestehenden Strasse für weitere 240 Millionen Franken. Der Bund bezahlt rund 94 Prozent des Neubau-Projekts, die beiden Kantone Uri und Schwyz übernehmen den Rest.

Unterschriftensammlung läuft

Im Sommer 2014 begann das öffentliche Plangenehmigungsverfahren für das gesamte Projekt. Dieses dauert rund ein Jahr. Danach sollen die Detailprojekte erstellt und die Unternehmerleistungen ausgeschrieben werden.

Mitte September 2014 startete in Schwyz ein überparteiliches Komitee eine kantonale Volksinitiative gegen den Neubau der Axenstrasse. Das Volksbegehren will in der Verfassung festschreiben, dass sich die Schwyzer Behörden beim Bund für eine Sanierung und gegen das Tunnelprojekt einsetzen müssen.

Das Komitee "Axen vors Volk" wehrt sich vor allem wegen der finanziellen Mehrbelastung des Kantons Schwyz und aus Furcht vor mehr Transitverkehr gegen das Vorhaben.

sda