Sechseläuten
Zürcher Böögg soll in der Urner Schöllenen verbrannt werden

Der Kanton Uri bietet sich als Ersatzstandort für das Böögg-Verbrennen des Zürcher Sechseläuten an. Die Regierung hat einer Bewilligung zugestimmt.

Florian Arnold
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Ein solches Bild soll es im April in Uri geben: Der Böögg soll in der Schöllenen brennen.

Ein solches Bild soll es im April in Uri geben: Der Böögg soll in der Schöllenen brennen.

Bild: Keystone

Das Volksfest Zürcher Sechseläuten kann dieses Jahr wieder nicht stattfinden. Für einen Ersatzstandort für das Verbrennen des Bööggs wurde der Kanton Uri angefragt. Nun gibt die Urner Regierung grünes Licht, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der Scheiterhaufen für den Bööggen soll in der imposanten Schöllenenschlucht aufgebaut werden.

Der abgeschiedene Standort sei ausgesucht worden, um den Bööggen besser vor dem Publikum abzuschirmen. Der Böögg könne in der Schöllenen sicher verbrannt werden, und die BAG-Vorschriften könnten eingehalten werden, teilt die Regierung mit. «Dank der TV-Direktübertragung kann dieser traditionelle Frühlingsbrauch in der ganzen Deutschschweiz mitverfolgt werden», heisst es in der Mitteilung. Die Übertragung ist auf den Montag, 19. April, angesetzt.

Ausweichszenario in Seedorf

Auch über ein Ausweichszenario hat sich die Regierung Gedanken gemacht, falls besondere Wetterverhältnisse die Veranstaltung in der Schöllenen verhindern. Dann soll der Böögg auf der Liegewiese vor dem Seerestaurant in Seedorf verbrannt werden. «Sollte der Anlass wetterbedingt nicht in der Schöllenenschlucht stattfinden können, kann bis am Donnerstag davor auf den Ersatzstandort umgestellt werden», schreibt die Regierung. Die Planung laufe parallel.

Ein Gesuch für diese ausserkantonale Austragung hatte das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs (ZZZ) eingereicht. «Der einmalige Ausflug des Bööggs ist einerseits eine Geste gegenüber dem Gastkanton Uri, der nochmal ein Jahr warten muss bis zum Auftritt als Gastkanton in Zürich», heisst es in der Mitteilung. Die Regierung sieht darin ein Potenzial, für den Kanton Uri zu werben.

Für die Übertragung seien diverse Auflagen zu berücksichtigen, schreibt die Regierung weiter. Für die Zeitdauer der Fernsehübertragung wird die Strasse durch die Schöllenen für rund eine Stunde gesperrt. Die Vorgaben der geltenden Covid-Gesetzgebung seien jederzeit einzuhalten.