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SEEDORF: Adolf Ogi verrät sein Erfolgsrezept

Alles, was in der FDP Uri Rang und Namen hat, aber auch weitere illustre Gäste trafen sich zur Nacht der Präsidenten und Amtsträger. Hauptreferent des Abends war aber nicht ein Liberaler, sondern ein Mann aus dem SVP-Lager.
Bruno Arnold
Politprominenz am FDP-Abend; von oben links, im Uhrzeigersinn: alt Bundesrat Adolf Ogi; FDP-Schweiz-Präsidentin Petra Gössi und alt Nationalrat Franz Steinegger; FDP-Ständerat Josef Dittli und Markus Zurfluh, Chef der FDP-Fraktion des Urner Landrats; alt Nationalrätin Gabi Huber und Matthias Steinegger, Präsident der FDP Uri. (Bilder: Bruno Arnold (Seedorf, 1. Februar 2018))

Politprominenz am FDP-Abend; von oben links, im Uhrzeigersinn: alt Bundesrat Adolf Ogi; FDP-Schweiz-Präsidentin Petra Gössi und alt Nationalrat Franz Steinegger; FDP-Ständerat Josef Dittli und Markus Zurfluh, Chef der FDP-Fraktion des Urner Landrats; alt Nationalrätin Gabi Huber und Matthias Steinegger, Präsident der FDP Uri. (Bilder: Bruno Arnold (Seedorf, 1. Februar 2018))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Zum zweiten Mal organisierte die FDP Uri am vergangenen Donnerstagabend die sogenannte «Nacht der Präsidenten und Amtsträger». Neben vielen Urner FDP-Behördenmitgliedern fanden sich auch weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft in Seedorf ein, so etwa der ehemalige Schwyzer Regierungsrat Alois Christen oder der Nidwaldner Unternehmer Peter Murer.

«Viele von Ihnen erbringen tolle Arbeit zu Gunsten unserer Partei», begrüsste FDP-Uri-Präsident Matthias Steinegger die Mitglieder und Gäste. «Sie setzen sich mit liberalem Gedankengut positiv für die Entwicklung unseres Kantons ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Zukunft.» Die Einladung zum Anlass in der «Company Lodge» sei einerseits als Zeichen des Danks zu verstehen, diene aber auch dem ungezwungenen Gedankenaustausch im Kreise Gleichgesinnter und dem Sich-näher-Kennenlernen, erklärte der Flüeler FDP-Landrat.

Götschi gewichtet die Europafrage

Der Anlass beinhaltete auch drei Referate. Petra Gössi, die Präsidentin der FDP Schweiz, blickte voraus auf die Wahlen 2019, die bereits lanciert seien. «Die Europa-Frage wird matchentscheidend sein», betonte sie. «Die FDP wird deshalb in den kommenden Wochen und Monaten klar aufzeigen, wo sie europa­politisch steht und was sie in dieser Frage zu tun gedenkt», so die Parteichefin. Die Schwyzer Nationalrätin liess durchblicken, was dies heissen könnte: «Die Liberalen müssen sich konstruktiv für eine Weiterentwicklung des bilateralen Wegs einsetzen und gleichzeitig Ja sagen zu einem Rahmenabkommen, das mit guten und akzeptablen Inhalten für unser Land gefüllt ist.» Die Juristin aus Küssnacht nahm aber auch den Bundesrat in die Pflicht: «Er muss sich in der Europa-Frage als Kollegialbehörde möglichst bald inhaltlich finden und eine klare und konkrete Strategie aufzeigen können.»

Steinegger fordert offensives Einwirken

Der ehemalige Präsident der FDP Schweiz, der Urner alt Nationalrat Franz Steinegger, gab in einem mit vielen historischen Fakten gespickten Referat einen Überblick über die Entwicklung des Liberalismus in der Schweiz. Dabei kam er zum Schluss, dass die FDP bis heute ihren liberalen Wurzeln treu geblieben sei und sich konsequent für einen demokratischen und verantwortungsbewussten liberalen Staat eingesetzt habe. «Aufgabe der Parteien ist und bleibt es, immer darauf hinzuwirken, dass man Anliegen innenpolitisch durchbringt», betonte der Politiker aus Flüelen. Er plädierte dabei für ein «offensives Einwirken aus einem gesamtpolitischen Blickwinkel». Steinegger warnte aber davor, ein Lobby­verein zu werden, der alles «verwirtschaftlichen» wolle. «Wir müssen aus einer Gesamtverantwortung und Gesamtsicht heraus politische Positionen beziehen und versuchen, diese auch nachhaltig durchzusetzen.» Man könne nicht alles regeln, und man laufe vielfach eher Gefahr, sich zu verzetteln. «Aber gerade auf kantonaler Ebene kann man sich auf das Wichtigste konzentrieren und sich dementsprechend profilieren», so der FDP-Doyen.

Adolf Ogi schildert seinen Werdegang

Den Abschluss machte ein Referat von alt Bundesrat Adolf Ogi zum Thema «Leadership». Rhetorisch gekonnt, gestenreich und humorvoll gab der SVP-Politiker Anekdoten aus seinem bewegten Leben zum Besten. Er erzählte, wie er es als «einfacher Bub aus Kandersteg dank vieler glücklicher Fügungen zum Direktor des Schweizer Skiverbands und schliesslich sogar in den Bundesrat gebracht habe». Ogi plauderte von seinen Zeiten als Bundesrat und von den Herausforderungen, die er als Führungsperson zu meistern hatte.

Das Rezept für ein erfolgreiches Führen bestehe aus vier Zutaten: «Wir müssen uns ständig bewusst sein, dass wir es mit Menschen zu tun haben», sagte der alt Magistrat. «Einfach gesagt heisst das: Man muss Menschen mögen», so Ogi. Es gelte, Aufträge klar und deutlich zu erklären und zu erfüllen sowie Aufgaben und Ziele nie aus den Augen zu verlieren. Mitarbeiter müssten gelobt, motiviert, unterstützt, begeistert und mit Leidenschaft geführt werden. Und schliesslich müsse man auf eine gute Kommunikation mit kurzen und klaren Botschaften setzen.

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