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SEEDORF: Der Schützenvirus wirkt bis ins hohe Alter

Die Urner Schützen-Veteranengarde freut sich, 13 neue Ehrenveteranen zu ernennen. Zudem konnte an der Zusammenkunft über sehr gute Schiessergebnisse berichtet werden.
Die neu ernannten Ehrenveteranen. Hintere Reihe von links: Werner Walker, Augustin Gisler, Franz Stadler, Hans Arnold, Alois Frei, Fritz Hofer, Fähnrich Toni Infanger und Josef Herger. Vorne von links: Ruedi Fäh, Guido Aschwanden, Josef Gisler und Verbandspräsident Robert Suligoi. (Bild: Georg Epp (Seedorf, 8. April 2017))

Die neu ernannten Ehrenveteranen. Hintere Reihe von links: Werner Walker, Augustin Gisler, Franz Stadler, Hans Arnold, Alois Frei, Fritz Hofer, Fähnrich Toni Infanger und Josef Herger. Vorne von links: Ruedi Fäh, Guido Aschwanden, Josef Gisler und Verbandspräsident Robert Suligoi. (Bild: Georg Epp (Seedorf, 8. April 2017))

Der neue Verbandspräsident Robert Suligoi freute sich, am vergangenen Samstag 119 Schützenveteranen und Gäste zur 95. Zusammenkunft zu begrüssen. Den musikalischen Willkommgruss in der Mehrzweckhalle Seedorf ­lieferte das Ländlertrio Stefan ­Briker, Roman Herger und Mike Briker. In der Ehrung verstor­bener Vereinsmitglieder musste von 19 Schützenkameraden Abschied genommen werden. Mit 12 Neuaufnahmen konnten die Abgänge nur zum Teil kompensiert werden. Der Verband zählt 358 Veteranen (–8).

Die Jahresberichte des Präsidenten und der beiden Schützenmeister Kaspar Gisler (Gewehr) und Jürg Heule (Pistole) fanden ohne Wortmeldungen Zustimmung. Kassier Josef Arnold freute sich, einen kleinen Mehrertrag von 60 Franken zu präsentieren, budgetiert war ein Minus von 1200 Franken. Das Vermögen des Verbands beträgt neu 20500 Franken, eine Beitragserhöhung wird immer konkreter.

Georg Zgraggen schafft einen neuen Rekord

Mit dem Rekordergebnis von 474,6 Punkten sicherte sich der Schattdorfer Georg Zgraggen ­einen klaren Sieg in der Jahresmeisterschaft der Ordonnanzwaffen. Er distanzierte Peter Aregger und Oswald Schmid, beide SG Flüelen, bereits um mehr als 10 Punkte und erreichte auch 7,1 Punkte mehr als Albert Ettlin, der beste Schütze in der Kategorie A (Standardgewehr). In der Pistolenkonkurrenz triumphierte einmal mehr Ruth Odermatt vor Ferdi Zgraggen und Albin Gisler. Nach 10 Jahren Laufzeit gewannen Adolf Infanger (300 m) und Walter Schuler (Pistole) die Wanderpreise im Veteranenstich endgültig, beide erreichten je 5 Siege. Die neuen Wanderpreise im ­Veteranenstich gingen an Albert Ettlin (300 m) und Ruth Odermatt (25/50 m). Die Veteranenfamilie freute sich auch, Georg Zgraggen zu einem weiteren Schweizer-Meister-Titel zu gratulieren. Am JU+VE-Final auf der Schiessanlage Guntelsey in Thun bewies er grosse Nervenstärke. Mit Passen von 95, 97 und 95, ­total 287 Punkte holte er sich die Goldmedaille in der Kategorie D (Ordonnanzwaffen), 46 Finalisten waren in dieser Kategorie am Start.

Als ältester Teilnehmer wurde der 96-jährige Josef Muheim, SG Altdorf, geehrt. 13 Schützenkameraden mit Jahrgang 1937 freuten sich, mit 80 Jahren nach wie vor dabei zu sein und als ­Ehrenveteranen geehrt zu werden. Es sind dies Hans Arnold, Schattdorf; Guido Aschwanden, Muttenz; Edy Birchler, Flüelen; Albin Epp, Silenen; Ruedi Fäh, Altdorf; Alois Frei, Silenen; ­Augustin Gisler, Isenthal; Josef Gisler, Horgen; Josef Herger, Altdorf; Fritz Hofer, Erstfeld; Josef Jauch, Bristen; Franz Stadler, Attinghausen; und Werner Walker, Erstfeld. Für die Ehrung entschuldigen mussten sich Edy Birchler, Albin Epp und Josef Jauch. Die Veteranen-Feldmeisterschaftsauszeichnung erreichten Franz Arnold, Bürglen; Tony Infanger, Seedorf; Maria Imholz, Schattdorf; Robert Suligoi, Andermatt; und Adolf Infanger, Schattdorf (300 m und 25/50 m).

Seedorfer Schützen planen modernen Kugelfang

Bruno Gamma, Co-Präsident der SG Seedorf, präsentierte eine aktive Schützengesellschaft. 2010 feierte die SG Seedorf das 125-jährige Bestehen mit neuem Vereinsbanner, und es ist geplant, den Kugelfang zu erneuern. Max Aschwanden, Gemeindepräsident und Vereinsmitglied der SG Seedorf, warb für «die schönste Urner Gemeinde» mit vielfältigem Naherholungsgebiet.

Verbandsaktuar Walter Ruff überbrachte die Grüsse des Zentralvorstands. Er bedauerte den Beteiligungsrückgang an Schiessanlässen. Die Meinungsverschiedenheiten mit dem SSV bezüglich der neuen Mitgliedschaft mit Pflichten und Rechten konnten gelöst werden. Man will sich aber wehren, dass künftig Veteranen, die keine SSV-Wettkämpfe mehr bestreiten, Bei­träge leisten sollen. Das nächste Eidgenössische Schützenfest für Veteranen wird 2019 auf der Zürcher Schiessanlage Albisgütli stattfinden.

Der Eidgenössische Schiessoffizier Hans Wyrsch berichtete, dass mit der Herabsetzung des Mindestalters für Jungschützen auf 15 Jahre schweizweit 70 zusätzliche Kurse durchgeführt werden konnten, die Teilnehmerzahlen wurden um 50 Prozent ­erhöht. Erfreulich sei auch die Zunahme von 5479 Teilnehmern am eidgenössischen Feldschiessen. Landratspräsidentin Frieda Steffen zeigte sich überzeugt, dass in der Politik und im Schiesswesen ein Virus implantiert wird, «ein Virus, der nicht weh tut, keine Medikamente und Krankenkasse braucht». Mit dem Virus finde man Gleichgesinnte. Sie forderte die Veteranenfamilie auf, «den Virus bis ins hohe Alter zu pflegen und aktiv am Schiesssport teilzunehmen. Der Virus erhält jung, fit und geistig in Form.»

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

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