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SEEDORF: Luchs reisst Reh nahe des Wohngebiets

Ein Luchs hat am Seedorfer Waldrand ein Reh gerissen. Die geschützte Wildkatze ist allerdings nicht der Hauptgrund dafür, dass die Fallwildzahlen steigen.
Ein Reh auf Nahrungssuche in tiefer gelegenen Regionen.

Ein Reh auf Nahrungssuche in tiefer gelegenen Regionen.

Vor wenigen Tagen wurde in Seedorf ein totes Reh entdeckt. «Es ist zweifelsfrei von einem Luchs getötet worden, und zwar mit einem Biss in die Kehle», weiss Ruedi Herger. Der Attinghauser ist als kantonaler Jagdaufseher für Seedorf und Attinghausen zuständig. Ein Luchsriss als solcher ist in Uri nichts Aussergewöhnliches. Gemäss kantonaler Jagdstatistik wurden seit 2006 pro Jahr zwischen 12 und 35 Fälle registriert. Eher ungewöhnlich ist hingegen, dass der Luchs sein Opfer nahe beim Wohngebiet erlegt und erwiesenermassen mehrmals auftaucht, um die Beute zu verzehren. «Das ist wirklich nicht der Normalfall», sagt Herger.

Reh oder Gämse pro Woche

Herger hat allerdings eine Erklärung: «Aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage hat es die Wildtiere, und zwar vor allem die Rehe, immer mehr in tiefe Lagen getrieben.» Auf der Jagd nach seiner bevorzugten Nahrung ziehe es dann halt auch den Luchs dorthin. Ein ausgewachsener Luchs, der es vor allem auf Gämsen und Rehe absieht, hat einen Nahrungsbedarf von 1 bis 4 Kilogramm Fleisch pro Tag. Anders gesagt: Auf seinem «Speisezettel» steht pro Woche ein Reh oder eine Gämse.

Tiere geraten in Stresssituationen

«Grundsätzlich war der Winter 2012/13 für die Wildtiere aber bisher – trotz der relativ frühen Schneefälle – bis vor kurzem kein Problem», betont Wildhüter Oskar Bissig aus Isenthal. «Das Wild hat genug Nahrung gefunden, auch in höheren Lagen, so etwa auf vom Wind abgewehten Hängen.» Die Schneefälle während der vergangenen Fasnachtstage hätten die Situation allerdings etwas verschärft, respektive die Tiere in tiefere Lagen getrieben. Bissig und Herger sind sich jedoch einig: «Die Hauptgefahr für Rehe und Gämsen geht nicht vom Luchs aus. Das grösste Problem ist der Mensch.» Konkret: Was die Tiere jetzt benötigten, sei vor allem Ruhe. «Das ist die beste Nahrung für die Wildtiere», betont Bissig. Aber immer mehr würden sie von Schneeschuhwanderern, Touren- und vor allem von Variantenfahrern zu allen Tages- und Nachtzeiten aufgeschreckt. «Auf der Flucht geraten die Tiere dann in eine Stresssituation und verpuffen dabei viel Energie, so dass gerade schwächere Tiere an Erschöpfung sterben, also ohne dass sie verletzt werden», sagt Bissig.

Bruno Arnold

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