SEEDORF: Lustschlösschen soll kulinarische Oase werden

Der Regierungsrat will das Schloss A Pro in Seedorf inskünftig besser und intensiver nutzen. Das Schloss im Besitz des Kantons Uri wird ab Januar 2009 als eigenständiger Restaurationsbetrieb verpachtet.

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Soll schon bald ein Gastrobetrieb werden: Das Schloss A Pro in Seedorf. (Bild pd)

Soll schon bald ein Gastrobetrieb werden: Das Schloss A Pro in Seedorf. (Bild pd)

Der neue Betrieb wird vom Gastronomen René Gisler übernommen, wie es in einer Medienmitteilung der Baudirektion Uri heisst. René Gisler ist in Seedorf aufgewachsen. Er führt heute das Personalrestaurant der Ruag in Altdorf.

«Gastonomische Highlights»
Gisler möchte das Schloss A Pro als «kulinarische Oase» am Weg der Schweiz ausrichten, wie es weiter heisst: «Mit gastronomischen Highlights in der Prunkstube und im Rittersaal, gemütlichen und gediegenen Apéros und Stehlunches im Garten und im Schlosshof will er dieses Ziel mit einem attraktiven Preis- Leistungsverhältnis erreichen.» Das Zielpublikum des neuen Angebots seien im Sommer Wanderer und Spaziergänger, Kulturinteressierte, Geschäftsleute und Familien. In den Wintermonaten stünden auf Grund der beschränkten Platzzahl Anlässe auf Vorreservationen im Vordergrund.

Der Regierungsrat wird das Schloss A Pro weiterhin für repräsentative Anlässe nutzen. Auch im Bereich der Ausstellungen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kanton und Mieter geplant. Einen festen Platz haben die «Urner Tunnelmineralien» im Dachgeschoss des Schlosses erhalten. Die Fundstücke können auch im Sommer 2008 während den normalen Schlossöffnungszeiten besichtigt werden.

Renovationen für 120'000 Franken
Im Herbst werden im Schloss Sanierungs- und Renovationsarbeiten im Unfang von rund 120'000 Franken vorgenommen. Besonders im Küchen- und Sanitärbereich seien einige Erneuerungen und Anpassungen erforderlich.

Nach über 22 Jahren Tätigkeit wird das Abwartsehepaar des Schlosses A Pro, Gusti und Evelyn Schönenberger, per Ende November 2008 in Pension gehen. Der Betrieb des bisherigen Hotels am Weg der Schweiz in der Bauernschule wird nicht mehr weitergeführt. Die ehemaligen Internatszimmer der Bauernschule bleiben dauerhaft an einen ortsansässigen Gewerbebetrieb vermietet.

scd