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SEEDORF: Neue Abwasserleitung: Geologie ist Knackpunkt

Eine neue Abwasserleitung zwischen der Seedorferbrücke und der nahen Pumpstation soll dort die Liegenschaften besser vor rückstauendem Abwasser schützen.
Die 340 Meter lange Rohrleitung wurde in einem Stück ins Bohrloch eingezogen. (Bild: PD)

Die 340 Meter lange Rohrleitung wurde in einem Stück ins Bohrloch eingezogen. (Bild: PD)

Die Anspannung ist beinahe vergleichbar mit dem Durchstich eines Tunnels. Bei der Zielgrube nördlich der Seedorferbrücke in Altdorf warten die Anwesenden gespannt auf das Hervortreten des Bohrkopfes. Nach einem kurzen Rauschen im Untergrund gibt es auf den letzten Metern ein paar Maulwurfshügel, bevor der 17 Zentimeter dicke Bohrkopf der Pilotbohrung an die Oberfläche austritt. Simon Herrlitz, Bohrmeister bei der Schenk AG, ist ­zufrieden: «Zu Beginn machte uns zwar die Geologie mit viel Wasser und Kies ein wenig zu schaffen, aber die haben wir rasch in den Griff bekommen.»

Simon Herrlitz und sein Team haben in den vergangenen Wochen zwischen der Pumpstation Seedorferstrasse und der See- dorferbrücke eine Horizontalbohrung in Spülbohrtechnik erstellt. «Nach der Pilotbohrung mit einem Druck von 45 Tonnen wird das Bohrgestänge mit einem Räumer bestückt und zum Startplatz zurückgezogen», erklärt der Bohrmeister den weiteren Verlauf.

Anschliessend wurde ein rund 40 Zentimeter messender Bohrkopf montiert, um den bis zu 8 Meter unter dem Boden liegenden horizontalen Tunnel auf die endgültige Grösse aufzuweiten. «Damit der kleine Tunnel nicht einstürzt, wurde bei jedem Bohrdurchgang gleichzeitig auch Bentonit, eine Mischung aus verschiedenen Tonmaterialien, eingespritzt», erklärt Simon Herrlitz. Im letzten Arbeitsgang wurde schliesslich ein 340 Meter langes und knapp 32 Zentimeter dickes PE-Rohr – die fertige Abwasserleitung – in einem Stück ins Bohrloch eingezogen.

Mehr Technik, aber weniger Kosten

Die Vorteile des grabenlosen Leitungsbaus liegen gemäss Beat Furger, Geschäftsführer von Abwasser Uri, auf der Hand: «In diesem Grundwasser führenden Gebiet wären ansonsten aufwendige und lange dauernde Grabarbeiten notwendig gewesen.»

Dank der horizontalen Spülbohrtechnik dauerten die Arbeiten inklusive der Installation der Maschine an der Startgrube nur rund fünf Wochen. «Trotz des grossen Einsatzes von Technik sind die Kosten in diesem Fall massiv tiefer als im konventionellen Tiefbau», versichert Beat Furger. Das neue Rohr wird nun mit der Abwasserleitung aus Seedorf verbunden. «Dadurch kann die bestehende Leitung entlastet werden und dient künftig nur noch der Entwässerung der wenigen Liegenschaften an der Seedorferstrasse zwischen Altdorf und Seedorf», sagt Beat Furger. Hiermit sollen künftig bei starken Regenfällen Rückstaus der Vergangenheit angehören. Für Abwasser Uri war es das erste Mal, dass die horizontale Spülbohrtechnik für eine so lange Rohrleitung angewendet wurde. (red)

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