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Seedorf soll in Zukunft investieren

Die Stimmberechtigten entscheiden am 10. Juni an der Urne über eine 10-Prozent-Beteiligung der Gemeinde an der Kraftwerk Palanggenbach AG. Beantragt wird ein Kredit von 600000 Franken.
Bruno Arnold
Die geplante Krafwerkzentrale am Palanggenbach in Seedorf. (Visualisierung EWA)

Die geplante Krafwerkzentrale am Palanggenbach in Seedorf. (Visualisierung EWA)

Der Palanggenbach in Seedorf, der sich im Eigentum der Korporation Uri befindet, soll zur Stromproduktion genutzt werden (siehe Box). Um die Konzession mit einer Dauer von 80 Jahren wird sich die noch zu gründende Kraftwerk Palanggenbach (KWP) AG bewerben. An der KWP AG werden sich die aventron AG (60 Prozent), die EW Altdorf AG (15 Prozent), die Korporation Uri (15 Prozent) und – das Ja der Stimmberechtigten vorausgesetzt – die Gemeinde Seedorf (10 Prozent) beteiligen. Die Seedorfer befinden am 10. Juni an der Urne über den entsprechenden Kredit von 600000 Franken. Diese Summe entspricht einer Beteiligung von 10 Prozent am Aktienkapital der KWP AG von 6 Millionen Franken.

Die KW Palanggenbach AG wird ihren Sitz in Seedorf haben. Um die lokale Verankerung und um einen optimalen Projektablauf sicherzustellen, soll der Verwaltungsrat zudem von einem Vertreter des EWA präsidiert werden. Angehören werden ihm auch je ein Vertreter der Korporation Uri und der Gemeinde Seedorf sowie vier Mitglieder der Firma aventron AG. Die in Münchenstein BL domizilierte aventron AG konzentriert sich auf die Akquisition und auf den Betrieb von Kraftwerken in den Bereichen Wasser-, Wind- und Sonnenenergie in der Schweiz und in ausgewählten Ländern Europas.

Unsicherheiten und Risiken sind vorhanden

«Es bestehen gewisse Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftlichkeit über die Zeitspanne von 80 Jahren», schreibt der Gemeinderat Seedorf in der Abstimmungsbotschaft. Niemand könne die Entwicklungen über einen so grossen Zeitraum vorhersehen. Das Projekt profitiere in einer ersten Phase von 25 Jahren zwar von der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) des Bundes, die Strompreisentwicklung nach der KEV-Phase sei aber auch mit Risiken behaftet. Zudem könnten höhere Investitionskosten aufgrund der anspruchsvollen geologischen Verhältnisse vor Ort nicht ausgeschlossen werden.

Trotzdem spricht sich der Gemeinderat für ein Ja zum Kredit und damit zur Beteiligung der Gemeinde an diesem «nachhaltigen und zukunftsträchtigen Projekt» aus. «Eine Beteiligung von 10 Prozent am Aktienkapital ist für die Gemeinde finanziell tragbar», schreibt der Gemeinderat. Den erwähnten Risiken würden Vorteile wie die lokale Wertschöpfung durch Investitionen, das Mitspracherecht sowie zusätzliche Steuereinnahmen und Dividenderträge gegenüberstehen. Mit der Förderung der Wasserkraft werde zudem ein Beitrag an die Umsetzung der Schweizer Energiestrategie 2050 geleistet.

Die RPK spricht sich ebenfalls für die 600'000 Franken aus. «Ein Mitspracherecht der Gemeinde ist bei einem solchen Projekt wichtig. Es sind die richtigen Partner involviert, die über die nötige Erfahrung mit solchen Projekten verfügen, und das Interesse an erneuerbaren Energien dürfte in Zukunft deutlich zunehmen.» Eine Beteiligung sei für die Gemeinde auch nach der KEV-Phase finanziell tragbar.

Quartiere werden nicht tangiert

Auch bezüglich Immissionen gibt der Gemeinderat Entwarnung. Die Erschliessung für den Bau der Kraftwerkzentrale erfolgt via Reussstrasse–Steinbruchstrasse–obere Palanggenbrücke. «Dadurch werden die Quartiere bei der Bodenwaldstrasse auf Seedorfer Seite nicht tangiert», betont er. Während der Bauzeit wird zudem die Strasse ins Gitschental, die durch die Bürgergemeinde Seedorf verwaltet wird, teilweise durch den Baustellenverkehr benützt. Es sei dann zumal mit gewissen Verzögerungen und Behinderungen zu rechnen.

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