SEEDORF: Urner Käser präsentieren ihre Schätze

Die Urner Älpler probieren beim Käsen Neues aus. Sie mischen spezielle Kräuter und Gewürze bei und legen Weichkäse in Öl ein. Beim Fondue aber wäre der Alpkäse alleine zu zäh.

Markus Zwyssig
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Beim «Tryychlä» machen schon die Kleinsten mit. Yvonne Stadler zeigt ein Glas Formaggini, Ursi Arnold präsentiert «Blüemli»-Käse, und Beat Arnold rührt im Fondue-Caquelon. (Bilder Urs Hanhart)

Beim «Tryychlä» machen schon die Kleinsten mit. Yvonne Stadler zeigt ein Glas Formaggini, Ursi Arnold präsentiert «Blüemli»-Käse, und Beat Arnold rührt im Fondue-Caquelon. (Bilder Urs Hanhart)

Über hundert Käseproduzenten gibt es im Kanton Uri. Am gestrigen Alpkäsemarkt in Seedorf zeigten sie, was bei der Herstellung des Schweizer Traditionsproduktes alles möglich ist. Besonders die Frauen zeigen Kreativität: Ursi Arnold etwa sucht auf der Alp Mättental oberhalb von Bürglen Schlüsselblumen, Storchenschnabel und Heckenrosen. Diese und noch weitere Blumen gibt sie ihrem Käse bei. Dabei seien nicht nur die richtigen Zutaten wichtig, sondern es brauche auch Erfahrung, sagt Arnold. «Bei der Herstellung muss man geschickt vorgehen, damit es auch einen gut mundigen Käse gibt.» Baumnüsse, Kräuter und Peperoncini braucht Heidi Arnold-Zgraggen von der Alp Spillau-Abedweid oberhalb von Riemenstalden für den Käse. «Der Käse braucht besondere Pflege.» Vor allem sei es wichtig, dass der Käse auch optisch gut aussehe und die Rinde schön bleibe. Rund vier bis fünf Tonnen Käse wird am Markt verkauft.